Aktuelle Lebensmittelwarnungen: Tiefkühlgemüse zurückgerufen

Immer wieder kommt es zu Pannen bei der Produktion von Lebensmitteln. Die Folge sind Lebensmittelwarnungen, welche die Händler und die Verbraucher kennen sollten, wenn sie keine gesundheitlichen Risken eingehen wollen.

Im Juli 2018 ist auffällig, dass besonders viele Tiefkühlprodukte von Lebensmittelwarnungen betroffen sind. Sie stammen von verschiedenen Herstellern und lagen bei mehreren Discountern in den Tiefkühltruhen.

Leipziger Allerlei von Lebensmittelwarnung betroffen

Wer sich in den letzten Tagen bei der Handelskette Globus oder dem Discounter Kaufland „Leipziger Allerlei“ vom Hersteller Frenzel aus dem Küstriner Vorland gekauft hat, sollte genauer auf die Packung schauen. In einzelnen Packungen wurde ein Befall mit Listeria monocytogenes festgestellt. Betroffen sind 450-Gramm-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 04/2020. Die Chargennummer M8 108 F3 wurde sowohl bei Kaufland als auch bei Globus verkauft. Bei Kaufland bezieht sich der aktuelle Rückruf zusätzlich auf die Chargennummern M8 107 S3 sowie M8 108 S3. Kunden, die solche Packungen gekauft haben, bekommen den Kaufpreis auch ohne Kassenbon bei einer Rückgabe bei Kaufland und Globus erstattet.

Bei Lidl wurden zwei Sorten Tiefkühlgemüse zurückgerufen

Auch der in Belgien beheimatete Hersteller Greenyard Frozen Belgium N.V. musste für zwei Produkte wegen eines möglichen Befalls mit Listeria monocytogenes zurückrufen. Dabei handelt es um Tiefkühlgemüse der Marken „Green Grocer’s“ und „Freshona“ jeweils in der 1000-Gramm-Packung. Beide Produkte wurden bundesweit beim Discounter Lidl verkauft. Beim „Gemüsemix Green Grocer’s“ sind alle Packungen unabhängig vom Mindesthaltbarkeitsdatum und der Chargennummer betroffen. Das gilt genauso für den „Freshona Gemüsemix“. Auch hier wird der Kaufpreis bei der Rückgabe ohne Kassenbon erstattet.

Welche Lebensmittelwarnungen sind derzeit noch aktiv?

Bei getrockneten Algen der Marke „Kombu“ in der 25-Gramm-Packung wurde ein erhöhter Iodgehalt festgestellt. Der bereits bestehende Rückruf wurde noch einmal erheblich erweitert und bezieht jetzt alle Chargen mit den Mindesthaltbarkeitsdaten von Dezember 2018 bis Juli 2019 ein. Der Hersteller PORTO MUINOS mit Sitz im spanischen Cerceda warnt im Rückruf nachdrücklich vor einem Verzehr.

Für Menschen mit einer Eiweißunverträglichkeit ist ein weiterer Rückruf interessant. Bei der „Sauce mit Vongole Conserve della Nonna“ vom Hersteller Massafra GmbH ist nicht ordnungsgemäß deklariertes Eiweiß enthalten. Betroffen sind die 190-Gramm-Gläser mit der Chargennummer 12LA017 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.07.2020. Das Produkt wurde in Deutschland bundesweit bei den Filialen von Karstadt Feinkost verkauft. Hier ist für die Erstattung des Kaufpreises eine Rücksendung an die Massafra GmbH im bayerischen Kirchheim notwendig. Der Hersteller weist in seiner Lebensmittelwarnung explizit darauf hin, dass der Verzehr für Menschen ohne Ei-Unverträglichkeit völlig unbedenklich ist.

Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit