Alltagsmagazin.de

News und Tipps aus allen Lebensbereichen

Welche Ausbildungsberufe sind in Deutschland besonders beliebt?

Student watching online video lesson

Welche Ziele für eine duale Berufsausbildung haben die jungen Menschen in Deutschland? Aktuelle Statistiken geben Auskunft.

Die duale Berufsausbildung zeichnet sich durch eine Kombination des theoretischen Unterrichts an einer Berufsschule mit der praktischen Unterweisung in einem Ausbildungsbetrieb aus. Der Vorteil dabei ist, dass die in der Theorie erworbenen Kenntnisse kontinuierlich in der Praxis angewendet werden können. Dabei schließen in der Regel die Auszubildenden einen Vertrag mit dem Unternehmen ab, in dem die praktische Ausbildung erfolgt. Dieses Unternehmen wiederum hat einen Vertrag mit dem Träger der Berufsschule. Das können sowohl staatliche Träger (meistens die Kommunen) als auch private Träger sein. Einheitliche gesetzliche Regelungen auf Bundesebene gibt es dazu in Deutschland seit dem Jahr 1969. Sie lassen sowohl die Ausgestaltung nach dem Teilzeitmodell (Aufteilung von Theorie und Praxis nach Wochentagen) als auch nach dem Blockmodell (Wechsel nach mehreren Wochen oder Monaten) zu.

Welche Ausbildungsberufe hatten zuletzt den größten Zulauf?

Im Jahr 2025 starteten nach den Angaben des Statistischen Bundesamts bundesweit rund 461.900 Menschen eine Berufsausbildung nach dem dualen Prinzip. Bei den männlichen Auszubildenden stand vor allem der Abschluss Kraftfahrzeugmechatroniker hoch im Kurs. In diesem Segment wurden 22.300 neue Lehrverträge abgeschlossen, was circa 8 Prozent aller mit männlichen Auszubildenden realisierten Ausbildungsverträge ausmachte. Jeweils rund 5 Prozent der Lehrverträge mit jungen Männern entfielen auf die Berufe Elektroniker und Anlagenmechaniker für Klima-, Heizungs- und Sanitärtechnik.
Rund 10 Prozent der neuen Ausbildungsverträge mit weiblichen Personen hatten einen Abschluss als medizinische Fachangestellte zum Ziel (16.100 Verträge). Mit 14.900 Neuverträgen (10 Prozent) landete die Kauffrau für Büromanagement auf dem zweiten Rang der bei Mädchen und Frauen beliebtesten Ausbildungsberufe. Den dritten Platz belegte mit 13.400 Neuverträgen (entspricht etwa 8 Prozent) der Beruf der zahnmedizinischen Fachangestellten.

Anteil der Auszubildenden aus Drittländern nahm stark zu

Von 2023 auf 2024 wurde bei der Gesamtzahl der Verträge für eine duale Berufsausbildung ein Rückgang um 2,8 Prozent verzeichnet. Zeitgleich stieg die Zahl der Neuverträge für Auszubildende mit ausländischer Herkunft um 18 Prozent. Besonders stark war der Anstieg mit 64 Prozent bei Auszubildenden aus der Ukraine. Ebenfalls eine signifikante Steigerung gab es bei Personen aus Vietnam (plus 36 Prozent), aus der Türkei (plus 48 Prozent) und Afghanistan (plus 47 Prozent). Damit setzt sich ein Trend fort, der schon über ein Jahrzehnt hinweg beobachtet wurde. Für das Jahr 2015 gab das Statistische Bundesamt rund 38.800 neue Verträge mit Ausländern und Ausländerinnen für die duale Berufsausbildung an. Rund 82.400 Neuverträge mit Personen anderer Staatsangehörigkeit wurden im Jahr 2025 gezählt.

Quelle: Statistisches Bundesamt

About Author