VCD e. V. warnt: „Elterntaxi“ ist nicht die beste Wahl beim Schulweg

Am 22. September 2019 ist in der Europäischen Union der autofreie Tag. Der VCD e. V. hat daraus zusammen mit dem Deutschen Kinderhilfswerk den „Zu-Fuß-zur-Schule-Tag“ abgeleitet.

Aus diesem Anlass gaben beide Organisationen die Bitte an die Eltern heraus, für den Schulweg nicht das „Elterntaxi“ zu benutzen. Es macht den Schulweg nicht sicherer, sondern ist mit einigen Risiken und Nachteilen verbunden. Sie beziehen sich sowohl auf die Unfallgefahr als auch auf die Entwicklung der Kinder und das Klima.

Wie absolvieren Kinder in Deutschland den Schulweg?

Rund den Prozent der Kids absolvieren den Schulweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln. 13 Prozent nutzen für den Weg zur Schule das Fahrrad. Rund ein Drittel der Schüler geht zu Fuß. Mit 43 Prozent wird ein großer Teil der Kinder mit dem „Elterntaxi“ zur Schule gebracht. Das „Elterntaxi“ sorgt für mehrere Probleme. Vor den Schulen steigt durch die Vielzahl der Autos die Unfallgefahr vor allem für die ABC-Schützen, weil sie aufgrund ihrer Körpergröße einerseits nicht über die Fahrzeuge schauen können und andererseits zwischen den Fahrzeugen nicht gesehen werden. Speziell gesicherte Zubringerbereiche, wie sie an amerikanischen Schulen üblich sind, gibt es an den meisten Schulen in Deutschland nicht. Allein schon das ist ein Grund, das „Elterntaxi“ in der Garage zu lassen. Hinzu kommt die Tatsache, dass die morgendliche Flut der Fahrzeuge die Luftqualität im Umfeld der Schulen erheblich beeinträchtigt. Außerdem verursacht dieser Hang zur Bequemlichkeit gravierende Nachteile für das Klima, solange als „Elterntaxi“ kein klimafreundliches E-Auto benutzt wird.

Der Schulweg per Roller und Fahrrad oder zu Fuß gut den Kindern gut

Vielen Kindern fällt das Stillsitzen in der Schule schwer. Der Grund ist, dass sie ihren Bewegungsdrang unterdrücken müssen. Deshalb sollten sie schon vor Schulbeginn Bewegung haben. Das macht munter und fördert das spätere Stillsitzen. Die Kinder den Schulweg zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Tretroller absolvieren zu lassen, ist deshalb die bessere Entscheidung. Allerdings sollte er möglichst sicher sein. Eltern müssen sich also die möglichen Schulwege genau anschauen und sich die sicherste Variante heraussuchen und diese mit ihren Kindern üben. Dabei ist es wichtig, die Kinder auf besondere Gefahrenstellen aufmerksam zu machen. Viele Schulen in Deutschland beteiligen sich an den gemeinsamen Aktionstagen des Verkehrsclubs Deutschland e. V. und dem Deutschen Kinderhilfswerk. Sie finden in der Zeit vom 16. bis zum 19. September 2019 statt und geben Eltern, Kindern und Lehrern wertvolle Tipps zum optimalen Umgang mit dem Schulweg.

Quelle. VCD e. V., Deutsches Kinderhilfswerk