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Studie zu den aktuellen Problemen der „Sandwich-Generation“

Als „Sandwich-Generation“ werden neuerdings Menschen im mittleren Alter bezeichnet, die sich gleichzeitig um die Belange ihrer Kinder und ihrer Eltern sowie Großeltern kümmern müssen. Die sich daraus ergebenden Belastungen sind erheblicher Natur, wie aktuelle Umfragen und Studien ergeben haben. In deren Ergebnissen wurde deutlich, dass sich die Menschen der „Sandwich-Generation“ deutlich mehr Unterstützung vom Staat wünschen. Das betrifft vor allem die Frauen, die den größten Teil der sich aus der Betreuung der Ahnen und der Kinder ergebenden Belastungen allein zu schultern haben.

Frauen zwischen 40 und 59 sind besonders betroffen

Das Allensbach-Instituts für Demoskopie hat im Auftrag der Redaktion „Bild der Frau“ eine repräsentative Umfrage durchgeführt. Sie zeigte, dass Frauen im Alter zwischen 40 und 59 bei der zu bewältigenden Doppelbelastung durch Beruf und Familie keine Entlastung bekommen, sondern lediglich ein Wechsel der zu betreuenden Generation vollzogen wird. Verlassen die Kinder das „Hotel Mama“ wird es in aller Regel zu einem „Hotel Tochter“ oder „Hotel Enkelin“ umfunktioniert, denn zu diesem Zeitpunkt werden meistens die Eltern und/oder Großeltern der „Sandwich-Generation“ hilfsbedürftig.

Die Zahlen der Studie zur „Sandwich-Generation“

Die Studie des Allenbach-Instituts belegt auch, dass die meisten Frauen der „Sandwich-Generation“ keine oder nur wenig Unterstützung durch ihre eigenen Partner bekommen. Dabei pflegt bereits jede fünfte Frau im Alter zwischen 40 und 44 Jahren einen hilfsbedürftigen Elternteil. Drei Viertel der pflegenden Töchter und Enkeltöchter gehen einer beruflichen Tätigkeit nach. Jede Dritte Frau, die Eltern oder Großeltern betreut, bringt die Pflege sogar mit einem Vollzeitjob unter den sprichwörtlichen Hut. Rund zwei Drittel der befragten Frauen geht davon aus, dass die Belastungen durch die Pflege von Angehörigen künftig steigen werden. Etwa 20 Prozent der Probandinnen gaben an, die Befürchtung zu haben, die Pflege künftig nicht mehr zu schaffen. Rund 80 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Unterstützung vom Staat. Als Hemmnisse der privaten Pflege von Angehörigen wurden vor allem die bürokratischen Hürden bei der Anerkennung von Pflegestufen benannt.

Quelle: Welt