Alltagsmagazin.de

News und Tipps aus allen Lebensbereichen

Re-Start bei den Harzer Schmalspurbahnen

Der neue Intercity

Am heutigen Montag nehmen die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) nach fast zwei Monaten Pause ihren Betrieb wieder auf.

Laut Unternehmensangaben sollen zunächst zwei Dampfzüge pro Tag von Wernigerode auf den Brocken fahren. Zwei weitere Abfahrten sollen den Angaben zufolge von Drei Annen Hohne aus starten. Das übrige Netz wird vorerst mit einem eingeschränkten Verkehr mit Triebwagen bedient.

Zusätzliche Züge zu Himmelfahrt

Zu Himmelfahrt sollen im Südharz zusätzliche Züge eingesetzt werden. Dabei weisen die Harzer Schmalspurbahnen darauf hin, dass trotz aller Lockerungen weiterhin die Auflagen, die in Thüringen bzw. Sachsen-Anhalt gelten, greifen. Fahrgäste müssen daher weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz tragen und die Abstandsregeln einhalten.

Mit dem eingeschränkten Betrieb, der seit heute wieder aufgenommen wird, können Touristen und Gäste zumindest den Brocken wieder für sich entdecken – unter Beachtung der weiterhin gültigen Schutzauflagen.

Über die Harzer Schmalspurbahnen

Die HSB hat ihren Sitz in Wernigerode in Sachsen-Anhalt und betreibt ein 140 Kilometer langes Netz meist dampfbetriebener Schmalspurstrecken im Harz. Heute ist dieses Streckennetz das größte zusammenhängende Netz, das komplett unter Dampf steht.

Die Harzer Schmalspurbahnen sind ganzjährig in Betrieb – besonders bekannt sind dabei die Brockenbahn, die Harzquer- und Selketalbahn. Insgesamt verfügt die HSB über sechs Endbahnhöfe, von denen drei, nämlich Nordhausen-Nord, Quedlinburg und Wernigerode, sogar an das regelspurige Netz der Deutschen Bahn angeschlossen sind.

Gleichzeitig sind die HSB zusammen mit der Brohltalbahn und der Wangerooger Inselbahn die letzten Schmalspurbahnen, bei denen auch noch Güterverkehr möglich ist. Im Personenverkehr hat die HSB heute vor allem touristische Bedeutung. Ausflügler und Urlauber, vor allem Wanderer, nutzen das Angebot der HSB gerne. Lediglich in den Bereichen Quedlinburg-Gernrode im Harz sowie im Raum Nordhausen/Ilfeld sind derzeit auch noch Berufs- und Schülerverkehr von Bedeutung.

Aktuell beschäftigt die HSB unter Geschäftsführer Matthias Wagener 260 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 12,774 Millionen Euro. Sie befördert jährlich rund eine Million Fahrgäste mit 31 Lokomotiven und zehn Triebwagen.

Quelle: MDR