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Lebensmittel-Discounter wollen keine Verletzung der Menschenrechte

Unmenschliche Arbeitsbedingungen sollen in der Lieferkette von CP Foods vorkommen. Das zumindest geht aus einem Bericht des „Guardian“ hervor. Der thailändische Lebensmittelkonzern beliefert unter anderem Aldi. Aldi Nord gab bekannt, dass man die Vorwürfe überprüfen und notfalls Sanktionen einleiten wolle. Auch der Discounter Penny mit der Mutterfirma Rewe überprüft nun, inwieweit Produkte von CP Foods in die Läden kommen.

Ein Sprecher von Rewe betonte, dass es keine regelmäßigen Geschäftsbeziehungen zu CP Foods gibt, aber man wolle eine „konsequente Entscheidung“ zur weiteren Zusammenarbeit treffen. Die Verletzung der Menschenrechte wolle man in keinem Fall dulden.

CP Foods wehrt sich gegen die Vorwürfe

Penny selbst hatte im Frühjahr 2014 eine Charge Hähnchenfleisch süß-sauer als Aktionsware für eine Woche im Angebot gehabt. Zudem habe man bei Penny und Rewe die Eigenmarken überprüft. Es deutet aber nichts darauf hin, dass CP Foods Eigenmarken des Unternehmens liefert.

Der Lebensmittelkonzern aus Thailand wehrt dagegen weiter alle Vorwürfe ab. Man sei selbst definitiv nicht in die Ausbeutung von Sklavenarbeitern involviert, betonte das Unterrnehmen. Der Vorstandschef Direkt Sripratak sagte der „Bangkok Post“, dass man eng mit den Fischereibehörden zusammenarbeite. Damit wolle man unmenschlichen Arbeitsbedingungen, der Kinder- und Sklavenarbeit entgegen wirken.

Betroffene berichten dennoch von unmenschlichen Arbeitsbedingungen

Die Zeitung „The Guardian“ hatte allerdings in ihrer Story ein anderes Bild gezeichnet. Demnach heißt es, dass Arbeiter, die von den betroffenen Schiffen entkommen sind, berichteten, dass man in 20-Stunden-Schichten hätte arbeiten müssen. Zudem seien Schläge und Folter auf den Schiffen zum Garnelenfang durchaus an der Tagesordnung gewesen.

Wie die Lebensmittelmärkte mit den Vorwürfen umgehen

Aldi Nord hatte bereits erklärt, die Vorwürfe zu untersuchen. Sollten diese sich als gerechtfertigt herausstellen, wolle man Sanktionen einleiten. Die könnten von der Auslistung des betroffenen Produkts aus dem eigenen Sortiment bis zum Wechsel des Lieferanten reichen. Auch eine komplette Beendigung der Geschäftsbeziehungen mit CP Foods sei durchaus denkbar.

Ebenfalls hat die französische Supermarkt-Kette Carrefour reagiert. Man erklärte, dass alle Käufe bei CP Foods eingestellt worden seien – und zwar solange, bis die Sachlage endgültig geklärt ist.