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Langjährige Ein-Kind-Politik in China rächt sich | Alltagsmagazin.de

Langjährige Ein-Kind-Politik in China rächt sich

Die staatliche kontrollierte Geburtenrate in China, die Paaren lediglich ein Kind erlaubte, wurde bereits im Jahr 2015 abgeschafft. Seither dürfen Ehepaare zwei Kinder haben und die Geburtenrate stieg auf 1,6 Kinder pro Frau. Doch das reicht nicht aus, um die durch die Ein-Kind-Politik entstandene Lücke zu schließen.

Die wichtigste Folge der durch staatliche Zwänge niedrig gehaltene Geburtenrate in China ist eine galoppierende Überalterung der Bevölkerung. Einer Vielzahl von Senioren steht nur eine ständig geringer werdende Zahl von Chinesen im arbeitsfähigen Alter gegenüber. Eine schnelle Erholung ist nicht anzunehmen, da es eine ganze Reihe weiterer Probleme gibt.

Unfruchtbarbeit hemmt die Geburtenrate nachhaltig

Hohe Lebenshaltungskosten vor allem in den Städten in China sorgen dafür, dass sich die Paare immer später zur Gründung einer Familie entschließen. Hier macht sich die „biologische Uhr“ bemerkbar, denn die Zahl der Paare steigt, die sich vergeblich um die Zeugung eines Kinds bemüht. Zahlreiche forschende Wissenschaftler machen dafür ergänzend die rapide Zunahme der Luftverschmutzung in den chinesischen Städten verantwortlich. Darauf deutet auch die Tatsache hin, dass vor allem chinesische Frauen und Männer von der Unfruchtbarkeit betroffen sind, die in den städtischen Gebieten leben. Deshalb erhöht sich die Nachfrage nach Behandlungen der Unfruchtbarkeit dramatisch, obwohl solche Therapien von den Krankenkassen in China nicht übernommen werden. Für die Behandlung müssen Besserverdienende etwa vier volle Monatsgehälter aufwenden. Die Kapazitäten der chinesischen Krankenhäuser reichen zur Bewältigung der Flut von Anfragen nicht aus.

Fertilität ist in China bereits Thema einer TV-Gameshow

Seit Jahresbeginn 2018 gibt es im chinesischen Fernsehen eine Gameshow, bei welcher den Bewerbern eine Hilfestellung zur Behandlung der Fertilität als Gewinn winkt. Initiator der Gameshow war der Arzt Wie Siang Yu, der in jeder Episode ein zeugungswilliges Paar besucht, um dort die Ursachen für den ausbleibenden Nachwuchs zu suchen. Bei den ersten Folgen der Gameshow wurden jeweils rund 46 Millionen Zuschauer verzeichnet. Diese Show ist der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein, denn das Qianzhan Industry Research Institute schätzt ein, dass aktuell rund 800.000 Männer und Frauen in China auf eine angemessene Behandlung ihrer Unfruchtbarkeit warten. Landesweit gibt es gerade einmal rund 450 Kliniken, die eine Zulassung für derartige Therapien von der chinesischen Regierung erhalten haben. Deshalb suchen sich viele Chinesen bereits Unterstützung im Ausland, Dabei stehen Ärzte in Thailand und den USA ganz oben auf der Rangliste.

Quelle: CNN