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Humboldt-Uni Berlin soll Würzburger Präsident bekommen

Jan-Hendrik Olbertz, bisheriger Präsident der Humboldt-Universität in Berlin hat vor mehr als einem halben Jahr seinen Abschied angekündigt. Jetzt ist endlich ein möglicher Nachfolger gefunden. Wie ein HU-Sprecher am Freitag bestätigte, sei der Würzburger Mediziner und Pharmakologe Martin Lohse der einzige Kandidat für das Amt. Am 17. November soll das Konzil der Uni den neuen Präsidenten wählen.

Wer ist Martin Lohse?

Martin Lohse (59) gilt als einer der renommiertesten deutschen Pharmakologen und ist bereits Vizepräsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Bis vor kurzem war Lohse außerdem Vizepräsident für Forschung an der Uni Würzburg.

Er engagiert sich unter anderem im Nationalen Ethikrat und wurde in Mainz geboren. Sein Studium absolvierte Lohse in Göttingen, London und Paris. Neben der Medizin interessierte er sich im Studium auch für Philosophie. Die Habilitation absolvierte Lohse in Heidelberg und 1999 wurde er sogar mit dem Leibnizpreis ausgezeichnet. In seiner Arbeit befasst sich Lohse vorwiegend mit der Erforschung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und dabei im Besonderen mit den Rezeptoren von Hormonen und Neurotransmittern. Nebenbei hat er auch noch drei Biotechfirmen gegründet.

Lohse hat gute Chancen auf die Präsidentschaft der Humboldt-Uni Berlin

Die Findungskommission der Humboldt-Uni Berlin besteht aus acht Personen. Bereits am Donnerstag hatte sie den Mediziner angehört und sich anschließend einstimmig für diesen ausgesprochen. Auch das Kuratorium der Uni entschied einstimmig, ihn als einzigen Kandidaten für die Wahl zu empfehlen.

Der bisherige Präsident der Humboldt-Uni, Jan-Hendrik Olbertz, hatte bereits im März angekündigt, er stehe für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung. In den vergangenen fünf Jahren konnte er keine Mehrheit für die von ihm geplante Uni-Reform finden, hieß es in der Begründung von Olbertz.

Quelle: RBB-Online