Fälle von Ebola überschreiten laut WHO die 10.000

Nach den offiziellen Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es weltweit inzwischen mehr als 10.000 Menschen, die sich mit Ebola infiziert haben. Über 5.000 Menschen sind an der Seuche bereits verstorben. Doch bei aller Angst vor einer weiteren Ausbreitung der zu einem hohen Prozentsatz tödlich verlaufenden Krankheit gibt es auch einen ersten Lichtstreif am Horizont.

Tests zu Impfstoff gegen Ebola sind angelaufen

Am 10. November 2014 wurden planmäßig in der Universitätsklinik Hamburg die ersten praktischen Tests an Menschen für Impfstoffe gegen Ebola begonnen. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ mitteilte, wird dort der Impfstoff „rVSV-ZEBOV“ insgesamt dreißig freiwilligen Probanden verabreicht. „rVSV-ZEBOV“ soll nach den aktuellen Ergebnissen der Tests an Tieren schon nach einer einzigen Dosis zuverlässig gegen Ebola schützen. Der Praxistest soll über einen Zeitraum von sechs Monaten hinweg erfolgen. Die erste Phase soll Erkenntnisse zur Verträglichkeit von „rVSV-ZEBOV“ liefern. Eine Gefahr für eine Infektion mit Ebola bestünde für die Probanden nicht, wurde von den mit der Durchführung der Studie beauftragten Ärzten betont.

Deutschland bleibt vom Risiko Ebola nicht verschont

Wie August Stich, der Chefarzt der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg, der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, sieht er die Gefahr, dass die Anzahl der Verdachtsfälle für Ebola in Deutschland im Dezember 2014 deutlich zunehmen wird. Als Ursache dafür gibt August Stich die Rückkehr zahlreicher deutscher Helfer aus den Ebola-Krisengebieten in Westafrika an. Daraus ergeben sich nach Stichs Meinung erhebliche Belastungen für das deutsche Gesundheitssystem.

Erste Auswirkungen zeigt das Risiko Ebola auch bereits beim Schiffsverkehr. So teilten mehrere Reedereien übereinstimmend mit, dass sich in den letzten Monaten die Mengen der Ladung in den deutschen Häfen spürbar reduziert hätten. Außerdem seien die ärztlichen Dienste in den Häfen Deutschlands verstärkt und für den Umgang mit Verdachtsfällen für Ebola besonders geschult worden.

Traurige Begleiterscheinungen von Ebola

Gerade die Kirche, in der an „allen Ecken und Enden“ Nächstenliebe gepredigt wird, sollte in Krisenzeiten ein Vorbild sein. Doch im Umgang mit Ebola regiert die Angst. Das wurde am ersten Novemberdienstag deutlich, als das „Ithaca Journal“ mitteilte, dass die Chefs der Diozöse Rochester ihren Geistlichen Reisen in die Gebiete mit Ebola untersagt. Wer gegen das Verbot verstößt, darf im Heimatbistum nicht mehr arbeiten. Die Maßnahme diene dem Schutz der Bevölkerung, gab Edward Palumbos, der Personalchef der Diozöse Rochester gegenüber dem „Ithaca Journal“ an.

Große Spendenbereitschaft bei der Bekämpfung von Ebola

Der gleiche Dienstag brachte allerdings auch eine sehr gute Nachricht: Die Bill Gates Stiftung, die bereits im September 2014 die stolze Summe von 50 Millionen Dollar für die Bekämpfung von Ebola gespendet hatte, legte mit einer Spende von 500 Millionen Dollar noch einmal kräftig nach. Diese Summe ist jedoch nicht allein für den Kampf gegen Ebola vor allem durch einen zuverlässigen Impfstoff gedacht. Mit der neuerlichen Spende der Bill Gates Stiftung soll auch Malaria und anderen typischen Tropenerkrankungen der Kampf angesagt werden. Das machte Bill Gates in New Orleans beim jährlichen Treffen der Gesellschaft für Tropenmedizin der USA deutlich.