Alltagsmagazin.de

News und Tipps aus allen Lebensbereichen

Coronavirus: Lebensmittelhersteller fahren Sonderschichten

Male Scientist Working With Microscope, Team In Laboratory Doing Research, Man And Woman Making

Die steigende Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen und die dadurch notwendigen Maßnahmen haben immer deutlichere Auswirkungen auf den Alltag.

Zu den mittelbar von der Verbreitung des Coronavirus Betroffenen gehören inzwischen die Mitarbeiter der Lebensmittelhersteller. Die Hamsterkäufe haben dazu geführt, dass der Handel seine Bestellmengen bei Reis, Nudeln sowie Konserven massiv erhöht hat. Die Lagerbestände bei den Großhändlern und Herstellern reichen nicht aus, um die plötzlich gestiegene Nachfrage zu befriedigen. Die Riesa Teigwaren GmbH fährt deshalb Sonderschichten und hat die Zahl der Arbeitstage pro Woche von 5 auf 7 ausgeweitet. Das bedeutet ein Plus bei der Produktionsmenge von bis zu 50 Prozent, wie der Chef des Unternehmens in einem Pressestatement bestätigte.

Absagen rund um das Coronavirus: Nicht jede Information ist korrekt!

Teilweise besteht in der Bevölkerung eine erhebliche Verunsicherung, was die Absage von Veranstaltungen angeht. Auch dazu gibt es ein aktuelles Beispiel in Riesa. Dort steht am 14. März 2020 der nächste Nachflohmarkt an. Die Stadtverwaltung teilt auf ihrer Homepage mit, dass das Landratsamt den Nachtflohmarkt nicht zulassen will, es aber eine andere Information vom Veranstalter gäbe. Wir haben beim Projektzentrum Dresden nachgefragt. Dort liegt bis jetzt (Stand 11. März 2020, 10:30 Uhr) keine Aufforderung des Landratsamts zur Absage vor. Die Veranstalter sind derzeit der Überzeugung, dass eine Absage nicht erforderlich ist, da beim Nachflohmarkt der für die Vermeidung einer Infektion empfohlene Sicherheitsabstand eingehalten werden kann. Allerdings wurden zwei andere Events abgesagt. Das für den 13. März 2020 in der SACHSENarena geplante Konzert von Roland Kaiser sowie der Auftritt der „Amigos“ am 14. März 2020 in der Stadthalle „Stern“ finden definitiv nicht statt. Die Deutsche Meisterschaft im Cheerleading und Cheerdance sollte am 28. und 29. März 2020 in der SACHSENarena stattfinden. Hier entschloss sich der zuständige Verband zu einer Verschiebung auf den 6. und 7. Juni 2020.

Kulturelles Leben in Berlin ist durch das Coronavirus massiv beeinträchtigt

Das zeigt ein Blick auf die Homepage der Stadtverwaltung Berlin. Der Berliner Senat hat beschlossen, alle Konzert-, Opern- und Theatersäle mit mehr als 500 Plätzen bis zum 19. April 2020 zu schließen. Betroffen sind unter anderem die Berliner Philharmonie, die Staatsoper und die Deutsche Oper. Aktuell dürfen die Betreiber von privaten Theatern und Konzerthallen mit Platz für maximal 500 Zuschauer noch selbst entscheiden. Allerdings empfiehlt Kultursenator Klaus Lederer auch ihnen die Absage aller Veranstaltungen für die nächsten Wochen.

Massenhafte Absagen und Terminverschiebungen auch in München

In München präsentiert sich die Situation ähnlich. Dort bleiben das Residenztheater, das Theater am Gärtnerplatz und die Bayerische Staatsoper mindestens bis zum 19. April 2020 geschlossen. Ebenfalls von den Absagen in der bayerischen Landeshauptstadt ist das Starkbierfest auf dem Nockherberg ist betroffen. Das Starkbierfest soll nach den offiziellen Angaben der Stadtverwaltung später nachgeholt werden. Das gilt genauso für alle Events rund um den St. Patricks Day. In München hat das Coronavirus außerdem für eine Absage des für den 23. März 2020 geplanten Konzerts von Carlos Santana in der Olympiahalle gesorgt. Auch das Osterfest im Besucherpark des Flughafens München (13. April 2020) fällt aus. Die für den 13. bis 15. März 2020 geplanten Auftritte der Ehrlich Brothers wurden auf den 12. bis 14. Juni 2020 verschoben. Das Coronavirus hat außerdem bewirkt, dass die Aussteller und Gäste der Münchener Immobilienmesse (neuer Termin 24. bis 26. April 2020), der Analytica 2020 (neuer Termin 19. bis 22. Oktober 2020) sowie des DATA festival 2020 (neuer Termin 14. bis 16. September 2020) umplanen müssen. (Informationen Stand 11. März 2020, 10:30 Uhr)

Quelle: Stadtverwaltungen, Projektzentrum Dresden