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Buschbrände in Australien: Regionaler Notstand verhängt

Die Nachrichten rund um das Coronavirus lassen zahlreiche wichtige Ereignisse in den Hintergrund treten. Dazu gehört auch die Tatsache, dass sich die Lage rund um die Buschbrände in Australien erneut verschärft.

Am schlimmsten betroffen ist nach wie vor die Region Sout Wales. Dort haben die Buschbrände in Australien dazu geführt, dass für das erste Februarwochenende in der Enklave Australian Capital Territority (ACT) der Notstand verhängt wurde. Er gilt vorerst bis zum Montagmorgen.

Hitzewelle heizt die Buschbrände in Australien kräftig an

Auf die von den Waldbränden betroffenen Regionen rast eine Hitzewelle zu. Dabei treffen gleich drei potentiell lebensgefährliche Elemente aufeinander. Die Sicherheitsexperten erwarten neben einer Ausbreitung der Buschbrände Risiken durch Sprungfluten und extrem hohe Temperaturen. In Teilen von Sidney gehen die Meteorologen vom bis zu 43 Grad Celsius am Samstag aus. Auch in den anderen südöstlichen Regionen Australiens fallen die Temperaturen am Wochenende extrem hoch aus. Der Gouverneur der Region Australian Capitol Territority, Andrew Barr, begründete die Verhängung des vorerst drei Tage dauernden Notstands damit, dass der Region rund um Canberra die schlimmsten Waldbrände der letzten 15 Jahre bevorstehen könnten. Schon am Freitag hatten einige Flammenwände die vor Ort tätigen Firefighter binnen weniger Minuten überrollt. Das zeigen Videos, die von den lokalen Medien veröffentlicht wurden.

Viele Buschfeuer in Australien sind nach wie vor außer Kontrolle

Gefahren drohen zwei Vororten von Canberra (Tharwa und Gordon) vor allem aus nordöstlicher Richtung. Dort lodert ein inzwischen mehr als 24.000 Hektar umfassender Waldbrand im Namadgi National Park. Die vor Ort befindlichen Experten sehen sich außerstande, zuverlässige Prognosen für die weitere Entwicklung des Feuers abzugeben. Sie befürchten, dass dieser Waldbrand sein eigenes Wettersystem kreieren könnte. Dass die Meteorologen auch für den ersten Sonntag im Februar Temperaturen um die 35 Grad Celsius prognostizieren, verstärkt das Risikopotential weiter. Vor allem das Zusammentreffen von Hitze, Feuer und Wind ist gefährlich. Örtlich erwarten die Meteorologen Windböen mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 90 Kilometern pro Stunde. Anderenorts plagen sich die Australier mit Starkregen, Überflutungen und heftigen Stürmen. Davon betroffen war am Freitag beispielsweise Port Lincoln. Auf Kangaroo Island fielen 50 Liter Regen pro Quadratmeter binnen vier Stunden. Am gesamten Wochenende könnten stellenweise bis zu 100 Liter pro Quadratmeter in der Region Adelaide zusammenkommen.

Quelle: news.com.au, Sidney Herald