Aus aktuellem Anlass: Wie kann man einen Waldbrand überleben?

Wer trotz einer extrem hohen Waldbrandgefahr auf Wanderungen durch Feld und Flur nicht verzichten möchte, sollte sich darauf vorbereiten, notfalls einen Waldbrand überleben zu müssen. Dazu tragen die Unachtsamkeit vieler Menschen und auch die in den nächsten Tagen steigenden Gewitterrisiken bei.

Die Überlebenstipps für Waldbrände sollte jeder kennen, der sich in den Sommermonaten in den Wäldern aufhalten möchte. Vor allem durch die wechselnden Windrichtungen im Umfeld von Gewittern besteht immer die Gefahr, binnen weniger Minuten von einem Waldbrand eingeschlossen zu werden.

Waldbrand überleben: So geht es

Zur Grundausstattung für Waldwanderungen bei hohen Waldbrandwarnstufen gehören eine Wasserflasche, ein Klappspaten und eine Rettungsdecke. Werden Sie von einem Waldbrand eingeschlossen, nutzen Sie die noch ohne größeres Risiko erreichbaren Gewässer als Schutz. Legen Sie sich komplett ins flache Uferwasser und denken Sie daran, auch Ihre Haare mit Wasser zu benetzen. Der Kopf muss erhöht gelagert werden, damit Sie nicht ertrinken, falls Sie durch inhalierten Rauch ohnmächtig werden sollten.
Besteht bei einem Waldbrand keine Fluchtmöglichkeit mehr und es ist kein nutzbares Gewässer in der unmittelbaren Nähe, suchen Sie sich eine natürliche Kuhle. Dort nutzen Sie den Klappspaten, um diese zu vertiefen und den Grasbewuchs zu beseitigen. Behalten Sie aber dabei unbedingt die Flammenwände im Auge. Kommen Sie näher, legen Sie sich flach in die Kuhle und breiten Sie die Rettungsdecke über sich aus. Fixieren Sie diese unbedingt, damit sie nicht durch den Wind weggeweht werden kann, den das Feuer selbst verursacht.

Vor einem Waldbrand flüchten: Darauf müssen Sie achten

Stellen Sie in der Nähe einen Waldbrand fest, rennen Sie nicht blindlings drauflos. Besonders stark breiten sich Waldbrände in die Richtung aus, in welche der Wind weht. Prüfen Sie also zuerst die Windrichtung und nutzen Sie Fluchtwege entgegengesetzt zur Windrichtung oder Wege, die im 90-Grad-Winkel von der brennenden Fläche wegführen. Hohlräume unter steinernen Bachbrücken sind ein guter Ort, um rechtzeitig Zuflucht zu suchen, falls sich andeutet, dass eine Flucht nicht mehr möglich ist. Beobachten Sie aber bitte den Wasserstand sehr genau. Wenn der Waldbrand durch ein aufziehendes Gewitter ausgelöst wurde, kann der Wasserstand binnen weniger Minuten stark steigen. Sollte das passieren, durchnässen Sie Ihre Kleidung und Ihre Haare und legen sich flach auf die Mitte der Brücke. Bei befahrbaren Brücken legen Sie sich bitte an die seitliche Brüstung (natürlich nicht, wenn es ein Holzgeländer ist). Behalten Sie beide Fahrtrichtungen im Auge, um sich rechtzeitig bemerkbar machen zu können, wenn sich ein Fahrzeug nähert.

Quelle: diverse Survival-Ratgeber