Waldbrandgefahr bleibt weiterhin hoch

Derzeit gelten in großen Teilen der Bundesrepublik Deutschland die Waldbrandwarnstufen 4 und 5. Nach den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes soll sich die Lage in den nächsten Tagen etwas entspannen. Von Entwarnung bei der Waldbrandgefahr kann aber noch lange keine Rede sein.

Zu Beginn der letzten Maiwoche 2018 ist die Waldbrandgefahr in der Südhälfte von Brandenburg, im Norden und Südosten von Sachsen-Anhalt sowie im Zentrum von Niedersachsen besonders hoch. Dort gilt die Waldbrandwarnstufe 5. Diese Regionen werden sich am 29. Mai 2018 vergrößern, bevor nach den aktuellen Wetterprognosen eine Änderung eintritt.

Wie wird die Waldbrandgefahr in den nächsten Tagen genau eingeschätzt?

In einigen Teilen Deutschlands gab es am Sonntag schwere Unwetter, bei denen es zu erheblichen Hagelschlägen kam. Dadurch hat sich die Waldbrandgefahr im Osten von Hessen etwas entspannt. Sie wird allerdings durch die Temperaturen von über 30 Grad Celsius am Montag und Dienstag wieder steigen. In Baden-Württemberg, wo derzeit noch großflächig die Waldbrandwarnstufe 3 gilt, dürfte es durch die im Laufe des Nachmittags und Abends erwarteten Gewitter möglich sein, bereits am Dienstag die eingeschätzte Waldbrandgefahr zurückzustufen. Dieser Trend wird vom Deutschen Wetterdienst am Mittwoch für die gesamte Südhälfte der Bundesrepublik Deutschland prognostiziert. Ausnahmen stellen dort nur der äußerste Osten von Bayern sowie der Nordwesten von Baden-Württemberg dar.

Im Nordosten Deutschlands bleiben die hohen Waldbrandwarnstufen

In der Nacht vom 29. zum 30. Mai 2018 soll es endlich auch im Nordosten Deutschlands zu nennenswerten Niederschlägen kommen. Der DWD geht in seinen Prognosen deshalb davon aus, dass die Waldbrandwarnstufe 5 ab Mittwoch nur noch punktuell in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt notwendig ist. Allerdings wird in großen Teilen der drei Bundesländer auch für den Rest der Woche die Waldbrandwarnstufe 4 gelten.

Von Bedeutung ist die jeweils aktuelle Waldbrandgefahr vor allem für das Verhalten beim Betreten von Wäldern. Viele Menschen vergessen leider, dass sich Waldbrände auch vom Buschbewuchs entlang der Autobahnen und Bundestraßen über die derzeit extrem trockenen Felder bis auf nahegelegene Wälder ausbreiten kann. Das heißt, derzeit kann auch unachtsam aus dem Fahrzeugfenster geworfener Zigarettenstummel einen Flächenbrand auslösen. Wanderer sollten sich genauer informieren, denn ab der Waldbrandwarnstufe 4 lassen es die deutschen Gesetze zu, dass das Betreten der Waldgebiete von den Regionalverwaltungen komplett verboten werden kann.

Quelle: DWD Waldbrand-Gefahrenindex