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Advent in der Coronakrise: Nürnberg hält am Christkindlesmarkt fest

Weihnachtsbaum mit Geschenken

Auch wenn die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland aktuell hoch ist, soll der Nürnberger Christkindlesmarkt stattfinden. Das geht aus einer offiziellen Meldung der Stadtverwaltung hervor.

Der Nürnberger Weihnachtsmarkt wird auch in diesem Jahr wie gewohnt am Freitag vor dem ersten Adventswochenende seine Pforten öffnen. Das heißt, die Büdchen in der Altstadt beginnen mit dem Verkauf am 27. November 2020. Die offizielle Bestätigung gab es sowohl vom Oberbürgermeister Marcus König als auch vom Wirtschaftsreferenten Dr. Michael Fraas. Allerdings wiesen beide Verantwortlichen darauf hin, dass die Planungen und Vorbereitungen unter Vorbehalt erfolgen. Ob es bei der aktuellen Entscheidung bleibt, hängt von der Entwicklung der Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den nächsten Wochen ab.

Der Weihnachtsmarkt in Nürnberg wird 2020 anders aussehen als sonst

Normalerweise konzentrieren sich die Büdchen und Attraktionen auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt auf den Hauptmarkt der Stadt sowie dessen unmittelbares Umfeld. Das führt fast immer zu einem dichten Gedränge, das aufgrund der Abstandsregeln in der Coronakrise vermieden werden muss. Die Stadtverwaltung hat deshalb beschlossen, den traditionellen Weihnachtsmarkt auf mehrere Standorte zu verteilen. Neben dem Hauptmarkt sollen den Händler und Gastronomen Stellplätze auch auf der Insel Schütt, dem Jakobsplatz und dem Lorenzer Platz angeboten werden. Außerdem gibt es 2020 weitere Besonderheiten. Stände, die Speisen und Getränke verkaufen, erhalten eine Platzierung in den Außenbereichen der vier Standorte. Nur so ist der Verzehr unter der Wahrung ausreichender Sicherheitsabstände möglich.

Welche weiteren Besonderheiten gibt es im Advent 2020 in Nürnberg?

In den Innenbereichen der vier Standorte beim Nürnberger Christkindlesmarkt 2020 gilt eine generelle Maskenpflicht. Das ist ein weiterer Grund der Konzentration der Bratwurst- und Glühweinbüdchen in den Außenbereichen. Der Verzehr ist nur vor Ort erlaubt. Die Büdchenbetreiber müssen sich den gleichen Auflagen wie alle stationären Gastronomen stellen und beispielsweise die Kontaktdaten der Kunden erfassen. Allein schon diese Pflicht dürfte eine erhebliche Herausforderung für die Anbieter lukullischer Genüsse auf dem Weihnachtsmarkt in Nürnberg werden. Außerdem müssen sich die Besucher auf ein Einbahnstraßensystem in allen vier Marktbereichen einstellen.

Stadtväter in Nürnberg halten den Christkindlesmarkt für wichtig

Der Christkindlesmarkt spült alljährlich unzählige Touristen in die Stadt. 2020 werden es weniger Gäste als sonst sein. Das ist allein schon durch die Reisewarnungen auf internationaler Ebene jetzt schon absehbar. „Fliegende“ Händler hatten in den letzten Monaten gravierende Umsatz- und Gewinneinbußen. Sie sind auf die Einnahmen auf den Weihnachtsmärkten dringend angewiesen. Das gilt genauso für die stationäre Gastronomie sowie das Hotelgewerbe. Zudem gehört der Markt zu den wichtigsten Traditionen der Stadt. Seine Geschichte lässt sich bis ins frühe 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Weihnachten 2020 steht im Zeichen der Coronakrise. Viele Dinge laufen anders als sonst. Umso wichtiger ist es, den Menschen trotzdem den Genuss solcher liebgewordener Traditionen zu bieten.

Quelle: Stadtverwaltung Nürnberg