Besonders die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente ab 63 nach 45 Arbeitsjahren lässt derzeit die Kritik an der Arbeit der Bundesregierung hochkochen. Das gilt genauso für die diskutierte Reduzierung des Unterhaltsvorschusses auf die Vollendung des 16. Lebensjahrs sowie erste Diskussionen um Kürzungen bei Wohngeld und anderen staatlichen Leistungen. Es muss also nicht wundern, dass die derzeit in der Koalition der Bundesregierung befindlichen Parteien bei den
Wie sehen die aktuellen Resultate der Umfragen zu Landtagswahlen in Berlin aus?
Eine Sonderstellung nehmen derzeit die Umfragen zu den bevorstehenden Landtagswahlen in Berlin ein. Dort kämpfen bei einer Forsa-Umfrage am 22. August 2026 die CDU und die AfD mit jeweils 18 Prozent der Wählerstimmen um den zweiten Rang. Den Spitzenplatz belegten die Linken mit 22 Prozent. Bei einer INSA-Umfrage am 14. August 2026 landete noch die CDU eindeutig mit 20 Prozent vor den Linken mit 19 Prozent und der AfD mit 17 Prozent auf dem ersten Platz. Die Grünen lagen in beiden Umfragen stabil bei 16 Prozent und die FDP bei 3 Prozent. Die SPD rutschte in der neueren Umfrage auf 12 Prozent, nachdem sie sich in der vorherigen Abfrage noch 15 Prozent sichern konnte.
Wo domoiniert die AfD konstant die Umfragen zu Landtagswahlen 2026?
Den größten Vorsprung zu den anderen Parteien konnte sich die AfD mit 42 Prozent sowohl bei einer INSA-Umfrage (10. August 2026) als auch in einer Umfrage von Infratest dimap (26. August 2026) zu den Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt sichern. In einer pollytix-Umfrage vom 12. August 2026 schnitt sie mit 43 Prozent sogar noch besser ab. Auf dem zweiten Rang landete in allen drei Umfragen die CDU, die es auf Ergebnisse zwischen 22 und 23 brachte. Auf den dritten Platz brachten es die Linken mit jeweils 13 Prozent in der INSA-Umfrage und der pollytix-Umfrage sowie 11 Prozent in den Befragungen von Infratest dimap. Das Ergebnis der SPD schwankte zwischen 6 und 8 Prozent, das Resultat der Grünen zwischen 4 und 6 Prozent und die Anteile der FDP zwischen 2 und 4 Prozent.
Nicht ganz so deutlich war der Vorsprung der AfD mit jeweils 36 Prozent in der INSA-Umfrage (13. August 2026) und der Infratest dimap-Umfrage (9. Juli 2026) zu den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Dort präsentierte sich zuletzt die SPD mit jeweils 29 Prozent als zweitstärkste Kraft, während die Linken und die CDU fast gleichauf zwischen 9 und 12 Prozent lagen. Die Grünen holten in beiden Umfragen jeweils 5 Prozent.
Hat die AfD Chancen auf eine oder mehrere Landesregierungen?
Das heißt, in allen drei Bundesländern, in denen noch 2026 Landtagswahlen stattfinden, präsentiert sich eine unterschiedliche Gemengelage. In zwei Bundesländern könnte es dazu kommen, dass die AfD die Landesregierung anführen könnte. Allerdings wäre das in beiden Fällen eine Minderheitsregierung, sofern es der AfD nicht gelingt, andere Parteien zu einer Koalition zu bewegen. In Mecklenburg-Vorpommern käme eine Mehrheit bei einer 2er-Koalition lediglich mit der SPD zustande. In Sachsen-Anhalt wäre eine Mehrheitsregierung der AfD sowohl bei einer Koalition mit der CDU als auch mit den Linken möglich. Um andere Parteien an die Macht zu bringen, wäre in Sachsen-Anhalt eine 4er-Koalition notwendig, um auf einen höheren Stimmenanteil als die AfD zu kommen. In Mecklenburg-Vorpommern wären alternativ 2er-Koalitionen aus der SPD und den Linken oder der SPD und der CDU möglich. Beide Varianten würden jedoch ebenfalls zu einer Minderheitsregierung führen, genau wie in Sachsen-Anhalt eine 4er-Koalition aus CDU, SPPD, den Grünen und den Linken. Deshalb ist davon auszugehen, dass es in beiden Bundesländern nach den Landtagswahlen 2026 eine Weile dauern wird, bis eine handlungsfähige Landesregierung zur Verfügung steht.
Quelle: INSA, Infratest dimap, pollytix, YouGov, GMS, Forschungsgruppe Wahlen

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