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Erdölpreise werden nach erneuter Drosselung weiter steigen

Schon Ende November 2016 hatten sich die zur OPEC gehörenden Staaten auf eine Drosselung der täglichen Fördermenge um 1,2 Millionen Barrel geeinigt. Danach war ein kräftiges Anziehen der Ölpreise zu beobachten. Nun steht der nächste Preisschub bevor, denn die OPEC hat sich auch mit den nicht zur Organisationen gehörenden Ölförderländer auf eine Begrenzung der täglichen Fördermengen einigen können. Das führt zu einer Reduzierung der pro Tag zur Verfügung stehenden Mengen um reichlich eine halbe Million Barrel.

Was ist nach dem Beschluss zur Drosselung zu erwarten?

Diese Einigung ist allein schon deshalb von historischer Bedeutung, weil es eine solche Maßnahme zuletzt im Jahr 2001 gegeben hatte. Die vertraglichen Absprachen im Jahr 2001 brachten nicht den vollen Erfolg, weil Russland sich nicht an die Begrenzung der Fördermengen gehalten hatte. Momentan sind sich jedoch alle Experten einig, dass Russland diesmal mitzieht, denn auch die dortige Wirtschaft hatte erheblich unter den niedrigen Ölpreisen gelitten. Allein auf Russland entfallen bei der aktuellen Drosselung der Fördermengen rund 300.000 Barrel pro Tag. Allerdings vermuten Insider wie Gary Rosse von Pira Energy, dass Russland die Reduzierung nur so lange einhalten wird, bis die Ölpreise ein lukratives Niveau erreicht haben. Aktuell bewegen sie sich bei der Sorte WTI knapp über der 50-Dollar-Marke. Zu Jahresbeginn lag der Preis pro Barrel je nach Sorte zeitweise bei nicht einmal 30 Dollar. Zum Vergleich: 2012 kostete ein Barrel BTI-Öl noch rund 110 Dollar und ein Barrel Brent-Öl brachte es damals auf mehr als 125 Dollar.

Wer gehört zu den wichtigsten Ölförderländern?

Den Spitzenplatz bei den geförderten Ölmengen nahmen im Jahr 2015 die USA mit rund 12,3 Millionen Barrel pro Tag ein. Auf dem zweiten Platz rangierte Russland mit rund 11 Millionen Barrel täglich. Mit einer Tagesproduktion von neun Millionen Barrel landete Saudi-Arabien auf dem dritten Rang, gefolgt von Kanada mit 4,2 Millionen Barrel täglich. Auch China schaffte es 2015 mit einer Fördermenge von 4,1 Millionen Barrel pro Tag unter die Top 5. Aus dem Irak kamen pro Tag 3,5 Millionen Barrel und aus dem Iran 2,8 Millionen Barrel. Die gleiche Fördermenge wiesen 2015 die Vereinigten Arabischen Emirate aus. Kuweit und Mexiko brachte es 2015 jeweils auf 2,7 Millionen Barrel pro Tag.

Quelle: Reuters, statista