Zecken sicher entfernen

In den letzten Tagen hatten die Zecken ideales Wetter und mancher hat schon wieder eine ganze Reihe der Plagegeister am eigenen Haustier oder sogar an sich selbst entdeckt. Aus diesem Anlass hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BKVJ) aktuell wieder Verhaltenstipps zum sicheren Entfernen von Zecken mit an die Hand gegeben.

Krabbelnde Zecken mit Klebeband fangen

Der BKVJ erklärt, dass bei noch krabbelnden Zecken, die sich noch nicht in der Haut festgebissen haben, ein Stück Klebeband gute Dienste erweisen kann. Dieses wird mit der klebrigen Seite zur Zecke hingehalten, so dass diese am Klebestreifen festklebt. Danach kann sie problemlos entfernt werden und dank dem Klebeband hat sie auch keine Chance, aus dem Mülleimer wieder zu entweichen. Allerdings funktioniert die Methode nur bei Zecken, die sich noch nicht festgebissen haben.

Wenn die Zecke zugebissen hat

Hat die Zecke sich jedoch bereits festgebissen, so der BVKJ, sollten Eltern ihr mit einer spitz zulaufenden, L-förmigen Pinzette zu Leibe rücken. Wichtig dabei: Die Zecke sollte so nahe wie möglich an der Haut gefasst werden. Dabei darf der Blutsack nicht gequetscht werden, denn dadurch könnte die Zecke ihren Darminhalt in die Stichwunde entleeren oder Speichel übertragen. Dieser wiederum kann zu Erkrankungen führen.

So besteht in Risikogebieten, wie etwa Bayern, Baden-Württemberg und Teilen von Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz die Gefahr, dass die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, kurz FSME, übertragen wird. Hier kann man sich jedoch mit dem entsprechenden Impfschutz gut schützen. Anders bei der Borreliose, die ebenfalls von Zecken übertragen wird, für die es aber keinen zugelassenen Impfschutz gibt.

Nach Ausflügen ins Freie sollten Eltern ihren Nachwuchs immer gründlich auf Zecken hin untersuchen. Sie setzen sich dabei besonders gerne am Haaransatz und am Kopf fest. Zudem ist es ratsam, sich die Stelle, an der eine Zecke saß und deren vermutliche Verweildauer im Körper zu notieren. Tritt an der Einstichstelle eine Rötung auf, sollten Eltern schnellstens den Kinderarzt aufsuchen und auf die Zecke hinweisen. Gerade Borreliose lässt sich, sofern sie früh genug erkannt und behandelt wird, mit Antibiotika gut in den Griff bekommen.

Quelle: RP-Online