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Vulkan Merapi wieder aktiv

Tektonik an der Pazifischen Platte. Quelle: Wikipedia

Ein Überblick über die Tektonik an der Pazifischen Platte. Quelle: Wikipedia

Der Vulkan Merapi auf der Insel Java ist wieder aktiv. Er gilt als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt. Die gesamte Insel ist in Alarmbereitschaft versetzt worden, nachdem es zum Ausbruch mit einer über sechs Kilometer hohen Aschewolke kam.

Bewohner der Stadt Yogyakarta haben berichtet, dass es zunächst fünf Minuten lang donnerte, danach die Aschewolke in den blauen Himmel aufstieg. Die Stadt auf der indonesischen Insel Java liegt besonders nahe am Vulkan Merapi.

Sieben Minuten dauernder Vulkanausbruch

Wie die Geologie- und Katastrophenschutzbehörde mitteilte, habe der Ausbruch über sieben Minuten lang gedauert. Für den Vulkan selbst wurde die dritthöchste Alarmstufe ausgerufen. Nach dem Ausbruch des Vulkans regnete es im Umkreis von zehn Kilometern Asche auf die Ortschaften.

Von der Behörde hieß es, dass die Anwohner außerhalb einer drei Kilometer Zone Ruhe bewahren und sich normal verhalten sollten. Trotzdem wurde der Betrieb am Flughafen der Stadt Solo eingestellt, mehrere Flüge fielen aus.

Über den Vulkan Merapi

Der 2.910 Meter hohe Vulkan Merapi gehört zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Den Anwohnern in der Umgebung wurde er bereits öfter zum Verhängnis. 2010 wurden bei einem Ausbruch des Vulkans mehr als 300 Menschen getötet. Schon damals warnten die Geologen vor einer Mega-Eruption.

Der bisher heftigste Ausbruch ereignete sich 1930. Damals starben rund 1.300 Menschen. Vor zwei Jahren kam es zum letzten Ausbruch und vor allem die Bewohner der Stadt Yogyakarta, in der inklusive der Metropolregion über vier Millionen Menschen leben, sind besonders betroffen. Die Stadt liegt nämlich nur 35 Kilometer vom Merapi entfernt.

Trotz des Ausbruchs haben die Behörden die Alarmstufe für den Vulkan nicht erhöht. Stattdessen forderte die indonesische Vulkanwarte die Bevölkerung dazu auf, ein Sperrgebiet im Umkreis von drei Kilometern um den Vulkan nicht zu betreten. Dort sei mit Lava und pyroklastischen Strömen zu rechnen.

Indonesien beheimatet rund 130 Vulkane, was wohl auch der Lage auf dem Pazifischen Feuerring geschuldet ist. Dieser Vulkangürtel zieht sich über 40.000 Kilometer hufeisenförmig um den Pazifik. Die Region gehört zu den geologisch aktivsten Zonen der Erde, auch, weil hier mehrere tektonische Platten aufeinander treffen. Erdbeben und Vulkanausbrüche treten demnach in dieser Region gehäuft auf.

Quelle: dpa