Thailand-Urlaub geplant? Malariaschutz nicht vergessen

In dem beliebten Urlaubsland Thailand startet in diesen Tagen die Hochsaison. Die Behörden warnen zum Auftakt der Saison Touristen in Südostasien vor der Gefahr durch Malaria. In den betroffenen Regionen sollen Touristen sich mit langärmeliger Kleidung und entsprechenden Insektenschutzmitteln schützen.

Malaria – tückische Krankheit mit tödlicher Gefahr

Die Malaria gehört zu den klassischen Tropenkrankheiten, die von der Anopheles-Mücke übertragen wird. Klassische Symptome der Erkrankung sind Kopfschmerzen, Erbrechen und Fieber. Wird Malaria nicht behandelt, kann die Erkrankung tödlich verlaufen. Laut Schätzungen der WHO erkranken jährlich 219 Millionen Menschen weltweit, 660.000 von ihnen sterben an Malaria.

Aktuell warnen die Behörden in Thailand vor einer erhöhten Malaria-Gefahr in den Wäldern der Provinz Kanchanaburi, also an der Grenze zu Myanmar. Dort kommt die Anopheles-Mücke vor. Allerdings weiß die thailändische Gesundheitsbehörde auch in Chiangrai im Norden des Landes und in den südlichen Regionen um Pattani von einem vermehrten Vorkommen der gefährlichen Mückenart.

17.000 Malaria-Fälle in Thailand

Alleine in diesem Jahr sind gut 17.000 Menschen in Thailand an Malaria erkrankt, darunter auch 5.000 Touristen. Zwei Menschen haben die Erkrankung nicht überlebt. Zwar habe sich die Lage insgesamt in den letzten Jahren verbessert, vor allem weil man Insektenschutzmittel rund um Wohngebiete und Hotels einsetze und die Bevölkerung und Touristen besser aufkläre, allerdings ist die Gefahr noch immer da.

In den letzten Jahren konnte Thailand stetig sinkende Zahlen von Neuinfektionen melden. Dennoch wollen die Behörden vor Ort noch keine Entwarnung geben. Sie empfehlen Touristen deshalb, sich vor Reiseantritt genau zu informieren, ob am jeweiligen Reiseziel eine erhöhte Ansteckungsgefahr bestehe. Sollte Verdacht auf die Erkrankung bestehen, stehen in Thailand insgesamt 300 Kliniken zur Verfügung, die sich auf Malaria und deren Behandlung spezialisiert haben.

Quelle: dpa