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Sieben Jahrzehnte Sun Records: Was waren die Meilensteine?

Music

Im Jahr 2022 darf das Plattenlabel Sun Records auf eine 70-jährige Geschichte zurückblicken. Sie enthält einige weltbekannte Namen.

Das seit 2021 zu Primary Wave gehörende Plattenlabel Sun Records entstand im Jahr 1952 mit Sitz in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee. Gründer war der Musikproduzent Samuel Cornelius Phillips, dem auch einige amerikanische Radiosender gehörten. Außerdem ist er als Investor bei den „Holiday Inn“-Hotels bekannt. Er galt bis zu seinem Tod im Jahr 2003 als ein strikter Gegner der Rassendiskriminierung in der Musikindustrie und spielte eine wichtige Rolle bei der weltweiten Verbreitung der Rock’n’Roll-Musik.

Wer wurde durch die Förderung durch Sun Records bekannt?

Sam Phillips und sein Plattenlabel Sun Records waren die Entdecker von Elvis Presley. Der legendäre „King of Rock’n’Roll“ beauftragte 1953 das Studio mit Aufnahmen für private Zwecke. Bei einem zweiten Besuch zu Jahresbeginn 1954 erkannte Sam Phillips das Ausnahmetalent und brachte ihn mit den Musikern der Band „Starlite Wranglers“ zusammen. Als erster kommerziell vermarkteter Titel entstand eine Presley-Interpretation von „That’s All Right“ (ursprünglich von Arthur Crudups). Diese Version gilt als „Urvater“ der Rockabilly-Musik.
Doch es gibt noch einige andere weltbekannte Künstler, die ihren Start in eine professionelle Karriere Sam Phillips und Sun Records zu verdanken haben. Dazu behörte beispielsweise Carl Perkins, der dem Label mit dem Titel „Let The Jukebox Keep On Playing“ mit mehr als einer Million verkauften Exemplaren einen Erfolg bescherte. Einige Titel von Carl Perkins wurden später von „The Beatles“ als Coverversionen neu aufgelegt. Den größten Erfolg mit einer Single schaffte Carl Perkins im Jahr 1956 mit dem Titel „Blue Suede Shoes“.

Welche Künstler/-innen starteten ebenfalls mit Sun Records durch?

Zu den Meilensteinen des Plattenlabels Sun Records gehörte außerdem die Entdeckung von Johnny Cash. Der spätere Country-Star mit dem Spitznamen „Man in Black“ nahm bei Sam Phillips in Nashville beispielsweise die Singles „Cry, Cry, Cry“ und „Hey! Porter“ sowie „Folsom Prison Blues“ auf. Auch Roy Orbison hat seine ersten Erfolge dem Plattenlabel zu verdanken. Allerdings führten Uneinigkeiten zur Titelauswahl zu einer schnellen Trennung von Sam Phillips und Roy Orbison. Der auf Country und Rock’n’Roll spezialisierte Musiker Jerry Lee Lewis bescherte dem Plattenlabel ebenfalls Singles, die sich millionenfach verkauften. Ein Beispiel ist der Titel „Great Balls of Fire“, der im Jahr 1957 erschien. Weitere Stars im Portfolio waren unter anderem der Soul- und Bluessänger Rufus Thomas, der Countrysänger Charlie Rich, der Rockabilly-Spezialist Ray Harris und der 15 x mit einem Grammy Award ausgezeichnete B. B. King. Bis zum ersten Verkauf des Labels an Shelby Singleton von Mercury Records umfasste das Portfolio rund 300 Titel. Nach der Wiederöffnung der Sun-Studios im Jahr 1987 gehörte beispielsweise die Band irische Rockband „U2“ zu den Kunden.

Quelle: Sun Records,