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Raumtransporter „Progress M-27M“ stürzt unkontrolliert ab

Die Bezeichnung „Progress M-27M“ hat ein russischer Raumtransporter, der am 28. April 2015 von Baikonur aus auf den Weg zur Internationalen Raumstation ISS geschickt wurde. Schon kurz nach dem Start hatte die Bodenkontrolle im Weltraumbahnhof Baikonur den Kontakt zum Raumtransporter verloren. Bisher ist es der Bodenkontrolle nicht gelungen „Progress M-27M“ wieder unter Kontrolle zu bringen. Dem Raumtransporter droht nun der Absturz, wobei die Experten von Roskosmos jedoch davon ausgehen, dass er vollständig in der Atmosphäre verglüht und so keine Gefahr für die Menschen auf der Erde darstellt.

Zwischenfall bei „Progress M-27M“ wurde offiziell bestätigt

Dass der Absturz des Raumtransporters „Progress M-27M“ Anfang Mai 2015 droht, bestätigte Sergej Talalasow gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Talalasow ist als Pressesprecher für das Flugleitzentrum des Weltraumbahnhofs Baikonur tätig. Nach seinem Statement laufen derzeit aber noch die Bemühungen zur Herstellung eines Kontakts zum Raumtransporter und zur Kurskorrektur auf Hochtouren. Als Grund für den Zwischenfall wurde bisher angegeben, dass ein neuer Typ der Sojus-Trägerraketen den Raumtransporter auf eine zu hohe Umlaufbahn gebracht hat. Das ist deshalb sehr fatal, weil damit auch bemannte Raumschiffe ins All gebracht werden. Der nächste bemannte Start ist in Baikonur für der 26. Mai 2015 geplant. Experten gehen nun davon aus, dass er verschoben wird, um die Technik der Sojus-Trägerraketen noch einmal genauer zu überprüfen.

Was bedeutet der Ausfall von „Progress M-27M“ für die ISS?

Der russische Raumtransporter „Progress M-27M“ sollte etwa drei Tonnen Lebensmittel, Kleindung, Wasser, Treibstoff und Sauerstoff zur Internationalen Raumstation ISS bringen. Nach den übereinstimmenden Angaben der Raumfahrtbehörden NASA und Roskosmos bedeutet der Ausfall des Raumtransporters „Progress M-27M“ derzeit keine Versorgungsengpässe auf der ISS. Dort sind derzeit noch ausreichende Vorräte vorhanden, mit denen die Zeit bis zu einer Ersatzlieferung überbrückt werden kann. Derzeit befinden sich sechs Raumfahrer und Wissenschaftler in der Internationalen Raumstation.

Quelle: Welt