Flixbus will mit Airlines zusammenarbeiten

Flixbus ist bereits deutscher Marktführer unter den Fernbussen. Jetzt will man noch weiter wachsen und dafür gleich mehrere Maßnahmen ergreifen. Eine davon zielt auf den US-Markt ab. Dort ist Greyhound mit 40 Prozent Marktanteil derzeit der Platzhirsch.

Für die weitere Expansion will der Münchener Fernbus-Betreiber mit Airlines zusammenarbeiten. Derzeit spreche man mit verschiedenen Fluggesellschaften, darunter auch mit der Lufthansa, wie Jochen Engert, Mitbegründer von Flixbus, jetzt der „Süddeutschen Zeitung“ gegenüber erklärte. Demnach könne ein gemeinsames Angebot möglich sein, so dass der Kunde künftig nur noch ein Ticket für den Weg von zu Hause über den Flughafen bis hin zum Endziel brauche. Der Zubringerverkehr zu den Flughäfen könne auf diese Weise schneller und einfacher organisiert werden, was Erleichterungen für beide Partner mit sich bringen würde.

Flixbus will US-Markt erobern

Außerdem hat man sich bei Flixbus vorgenommen, den US-Markt anzugreifen. Anfangs sind 50 Fahrzeuge geplant, die an der Westküste eingesetzt werden sollen. Man geht von einem hohen Potenzial für Flixbus auf dem amerikanischen Markt aus, so Engert. Zwar komme Platzhirsch Greyhound dort derzeit auf einen Marktanteil von 40 Prozent, allerdings teilen sich den Rest sehr viele kleine und sogar kleinste Anbieter auf. Mit seinem modernen, sauberen Image will Flixbus in den USA punkten. Man plant, das Buchungssystem aus Europa einzuführen und so den Marktführer Greyhound direkt anzugreifen.

Flixbus greift Deutsche Bahn an

Doch nicht nur Greyhound steht auf der Liste der Unternehmen, die Flixbus angreifen will. Auch die Deutsche Bahn wird attackiert. Schon seit August betreibt Flixbus die Bahnstrecke Stuttgart-Berlin einmal täglich. Die Vorgängerfirma Locomore war pleite gegangen, so dass Flixbus den Betrieb übernommen hat. Die bisherige Resonanz auf das Angebot beurteilte man als gut, man konnte seit Inbetriebnahme der Strecke bereits 100.000 Tickets verkaufen.

Wie Engert mitteilte, könne man genügend Volumen für Bahnstrecken produzieren. Schließlich sei so ein Zug auch nichts anderes als ein großer Bus. Der Unterschied sei für die Plattform von Flixbus jedenfalls nicht gravierend und so schließe man auch den Betrieb weiterer Bahnstrecken nicht aus.

Quelle: bad