CO2-Ausstoß von Neuwagen: EU beschließt neue Grenzwerte

Wie viel CO2 dürfen Autos ausstoßen? Diese Frage hat sich die EU jetzt gestellt und auch für Neuwagen neue Grenzwerte festgelegt. Das große Ziel dahinter: Bis 2030 soll der erlaubte Kohlendioxid-Ausstoß von Neuwagen um 37,5 Prozent gesenkt werden.

Darauf haben sich jetzt die Unterhändler der EU-Staaten, das Europäische Parlament und die EU-Kommission in einem Vermittlungsverfahren geeinigt. Als Zwischenziel hat man sich auf ein Minus von 15 Prozent bis zum Jahr 2025 geeinigt, wie jetzt die österreichische Ratspräsidentschaft mitteilte.

Einigung der EU stellt Kompromiss dar

Allerdings stellt die jetzt erzielte Einigung nur einen Kompromiss dar. Während die EU-Länder eine Senkung des CO2-Ausstoßes von 35 Prozent bis 2030 forderten, wollte das Europaparlament den Kohlendioxid-Ausstoß bis zu diesem Zeitpunkt bereits um 40 Prozent senken.

Aktuell hat die EU festgelegt, dass Neuwagen im Flottendurchschnitt bis 2020 nicht mehr als 95 Gramm Kohlendioxid pro gefahrenem Kilometer ausstoßen sollen. Dieser Wert wurde auch für die jetzt erzielte Einigung als Basis herangezogen.

Was bedeuten die neuen Grenzwerte für die Autobauer?

Die strengen Vorgaben bedeuten für die Autobauer deutliche Veränderungen. Sie müssen nämlich neben den klassischen Dieseln und Benzinern auch jede Menge Fahrzeuge ganz ohne Emissionen verkaufen. Nur dann kann der von der EU geforderte Schnitt insgesamt erreicht werden. Das könnte natürlich auch den Absatz von Elektroautos vorantreiben.

Die Kehrseite der Medaille betont die Bundesregierung: Sie befürchtet demnach Jobverluste, wenn der Wechsel auf alternative Antriebe zu schnell vorangetrieben wird. Vor allem die deutschen Autobauer hatten die Senkung des CO2-Ausstoßes in dieser Größenordnung bereits als unrealistisch bezeichnet. Deshalb hatte sich Deutschland in den Beratungen auch für geringere Grenzwerte eingesetzt.

Quelle: dpa