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Gesundheitswesen Deutschland: Unterschiedliche Entwicklung der Ärztezahlen absehbar

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Das Gesundheitswesen in Deutschland ist aktuell regional von einem Fachärztemangel geprägt. Wie sehen die Trends für die nähere Zukunft aus?

Die Menschen leiden derzeit unter den Lücken im Gesundheitswesen in Deutschland. Davon sind Versorgungen durch Hausärztinnen und Hausärzte genauso betroffen wie die Chance, schnell Termine für Fachärzte zu bekommen. Interessant daran ist, dass die einzelnen Fachrichtungen unterschiedlich stark betroffen sind. Zudem gibt es erhebliche regionale Unterschiede, wobei städtische Gebiete deutlich besser wegkommen als ländliche Regionen. Das betrifft besonders die Hausarztversorgung. Dort fehlen aktuell nach einer Erhebung der Barmer mehr als 5.000 Hausärzte. Aufgrund der Altersstrukturen der Mediziner und dem steigenden Bedarf einer alternden Bevölkerung werden nach den momentanen Hochrechnungen im Jahr 20240 bundesweit sogar rund 8.200 in Vollzeit tätige Hausärzte fehlen. Das war ein Grund der zur Grünen-Fraktion im Bundestag gehörenden Abgeordneten, in einer Kleinen Anfrage von der Bundesregierung Daten anzufordern.

Bei Medizinern in Krankenhäusern zeigt sich positive Tendenz

Nach den Angaben der Bundesregierung soll sich die Zahl der in Krankenhäusern und Kurkliniken tätigen Mediziner/-innen von 229.000 Personen im Jahr 2030 auf rund 231.000 Personen im Jahr 2035 erhöhen. Besonders deutlich soll dabei das Plus bei der Augenheilkunde, der Inneren Medizin sowie der Urologie mit jeweils 6 Prozent ausfallen. Bei stationär tätigen Medizinern und Medizinerinnen ohne besondere Spezialisierung wird ein Anstieg auf rund 102.000 Personen (also ein Plus von rund 3 Prozent) bis zum Jahr 2035 erwartet. Eine Einschätzung, ob diese Erhöhungen der Ärztezahlen ausreichen, um den wachsenden Bedarf zu decken, lässt sich der Antwort der Bundesregierung nicht entnehmen.

In einzelnen Fachbereichen der medizinischen Versorgung gegenteilige Entwicklungen

Ein negativer Trend zeichnet sich dagegen im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin ab. Dort wird ein Verlust von etwa 2 Prozent prognostiziert. Das heißt, es würden rund 100 Vollzeitstellen nicht besetzt werden können.
Darüber hinaus sieht sich die Bundesregierung außerstande, derzeit genaue Angaben zu den zu erwartenden Engpässen in den einzelnen Fachrichtungen in der stationären medizinischen Versorgung zu machen. Gesetzliche Anpassungen sind nicht geplant, sodass die Vorgaben zur Personalbemessung in Krankenhäusern weiterhin allein die Aufgabe der Bundesärztekammer sind. Deren Nachteil ist, dass ihnen der bei einem Gesetz bestehende Zwang zur Anwendung fehlt.

Quelle: Deutscher Bundestag Drucksache 21/8220

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