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Welche Probleme schaffen die Digitalisierung und das Homeoffice?

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Homeoffice und Digitalisierung haben eine gute Zukunft. Doch noch fehlt an einigen Stellen die Optimierung der Abläufe, was erhebliche Probleme mit sich bringt.

Oftmals werden Probleme mit dem Homeoffice und der Digitalisierung als Begründung für die verzögerte Bearbeitung von Vorgängen und Anträgen benannt. Ein Tochterunternehmen der Nachrichtenagentur dpa ist jetzt den dafür verantwortlichen Ursachen auf den Grund gegangen. Dafür wurden mehr als 500 Pressestellen von Unternehmen und PR-Agenturen befragt. Die dort von den Probanden benannten Faktoren dürften nahezu vollständig auf alle Unternehmen und Behörden übertragen lassen, auch wenn sich die Gewichtung an einigen Stellen unterscheidet.

Hauptproblem beim Homeoffice: Socializing und Spaß fehlen

Das fehlende Socializing landete in beiden befragten Gruppen auf dem ersten Rang. Mitarbeiter von Pressestellen benannten diesen Faktor zu 60 Prozent als Problem. Bei den PR-Agenturen waren es 57 Prozent. Die ungezwungenen und sporadischen Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen fördern auch den Austausch zu Fragen im Arbeitsalltag. So manches Problem wird in den Pressestellen und PR-Agenturen bei Diskussionen in der Tee- und Kaffeeküche gelöst. Bei den Pressestellen der Unternehmen landet der stockende Informationsfluss mit 37 Prozent auf dem zweiten Platz. Bei den PR-Agenturen gaben dieses Problem 24 Prozent der Probanden aus Deutschland und der Schweiz an. Eine wichtige Rolle als Motivator spielt der Spaß bei der Arbeit. Er fehlt durch die Folgen der Digitalisierung und der Tätigkeit im Homeoffice 29 Prozent der Mitarbeiter/innen in PR-Agenturen und 32 Prozent der Befragten aus Pressestellen von Unternehmen.

Welche anderen Negativfolgen von Homeoffice & Digitalisierung gibt es?

Einen Schwerpunkt stellen außerdem technische Hürden dar. Sie machen sich mit 32 Prozent in Pressestellen bei der Effizienz der Arbeit deutlicher bemerkbar als in den PR-Agenturen (18 Prozent). Eine noch größere Bedeutung hat ein stockender Informationsfluss. Er wurde von 37 Prozent der Probanden aus Pressestellen und 24 Prozent der Befragten in PR-Agenturen angegeben. Nachholbedarf besteht auch bei der Einstellung der Führungskräfte. 26 Prozent der befragten Mitarbeiter/innen in Pressestellen bemängelten an dieser Stelle fehlende Empathie der Chefs und Chefinnen. Sie sollten auch der Zuordnung der zu erledigenden Aufgaben mehr Aufmerksamkeit widmen. Immerhin gaben 22 Prozent der Befragten aus Pressestellen und 15 Prozent der Probanden aus PR-Agenturen eine ungleiche Arbeitsverteilung als Problem bei der Digitalisierung und der Tätigkeit im Homeoffice an.

Welche Probleme wurden bei der Befragung noch benannt?

Auf virtuellen Wegen kommunizierende Teams haben außerdem Kritik am Aufwand bei internen Abstimmungen der Arbeitsabläufe und Aufgaben geübt. Probanden aus Pressestellen gaben zu 37 Prozent Abstimmungsprobleme und zu 27 Prozent Probleme durch die Vielzahl der zu nutzenden Kommunikationskanälen an. 21 Prozent der PR-Agenturen haben Koordinierungsprobleme und ebenfalls 27 Prozent bemängeln die hohe Zahl der Kommunikationskanäle. Außerdem scheint nach den Resultaten der im Auftrag von dpa durchgeführten Umfrage die Bindung der Mitarbeiter/innen ans Unternehmen zu leiden. Eine Entfremdung von Unternehmen gaben 23 Prozent der Probanden in PR-Agenturen und 20 Prozent der Befragten in Pressestellen an.

Quelle: dpa (news aktuell GmbH)