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Mehr Studenten in Bayern

Die Zahl der Studenten in Bayern steigt schneller als erwartet. Alleine zum aktuellen Wintersemester haben sich 370.000 Studenten eingeschrieben, das sind gut zwei Prozent mehr als noch vor einem Jahr. In den letzten fünf Jahren stieg die Zahl der Studenten an staatlichen Unis und Fachhochschulen in Bayern um 70.000. Das geht aus den Zahlen hervor, die Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle in München zum Beginn des Wintersemesters vorgestellt hat. Gut zwei Drittel der Studenten in Bayern sind an einer Uni eingeschrieben, der Rest besucht Fachhochschulen.

Bayerische Unis mit Rekordzahlen

An fast allen Unis im Land kann man Rekordzahlen verzeichnen. Alleine an der Uni Würzburg haben sich für das Wintersemester 28.187 Stunden eingeschrieben, im vorhergehenden Semester waren es nur 27.955 Studenten. Aktuell studieren an der Uni 2.285 ausländische Studenten, das entspricht einem Anteil von rund acht Prozent. Damit ergab sich hier ein ähnlicher Anstieg der Zahlen, wie bei den Studenten insgesamt.

In Niederbayern wurden ebenfalls Rekordwerte erreicht, wie Bernd Siebler, Wissenschaftsstaatssekretär in Deggendorf bekannt gab. Demnach sind derzeit in Niederbayern mehr als 23.000 Studenten an den Unis eingeschrieben, das sind drei Prozent mehr als im Sommersemester.

Unis stellen sich auf studierende Flüchtlinge vor

Ebenfalls bereiten sich die Hochschulen auf eine erhöhte Zahl von Flüchtlingen vor, die studieren wollen. Siebler erklärte allerdings, dass der deutliche Zuwachs an Flüchtlingen in der Studentenschaft erst dann erkennbar sei, wenn klar sei, welche Flüchtlinge wo bleiben dürften. Außerdem müsste vor dem Zugang zu einer Hochschule geklärt werden, welche Voraussetzungen die Flüchtlinge mitbringen, was sich mitunter als recht schwierig gestaltet.

So gibt es ein Zeugnisanerkennungsverfahren für diejenigen Flüchtlinge, die Zeugnisse vorlegen können. Wer gänzlich ohne Dokumente anreist, muss zunächst Feststellungsprüfungen und Beratungsgespräche durchlaufen. Nur dann könne man das Niveau der Flüchtlinge einschätzen. Dennoch betonte Siebler weiter, dass es jetzt das wichtigste Ziel sein müsse, dass die Flüchtlinge die deutsche Sprache erlernen, nur dann könnten weitere Schritte folgen.

Von Isabell Zacharias, hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, kam dagegen die Forderung an Kultusminister Spaenle, die Hochschulen besser auszustatten, damit Flüchtlinge aufgenommen werden können. Auch müsste der Hochschulzugang für diese Zielgruppe erleichtert werden. Sie plädiert dafür, dass junge Flüchtlinge, die bereits in ihrer Heimat studiert haben und jetzt in Bayern leben, ihr Studium fortsetzen oder auf Wunsch ein Studium aufnehmen können. Um das zu gewährleisten, sei es allerdings nötig, die Mittel im Nachtragshaushalt aufzustocken.

Quelle: BR.de