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Könnte Johnny Depp durch das laufende Verfahren rehabilitiert werden?

Im Verfahren Johnny Depp gegen Amber Heard gab es interessante Zeugenaussagen, welche die Abläufe in einem anderen Licht als bisher darstellen.

Wieder einmal stehen sich Johnny Depp und Amber Heard vor einem Gericht gegenüber. Das zu Beginn der Osterwoche gestartete Verfahren vor dem Virginia County Court in Fairfax scheint nach den Aussagen der bisher vernommenen Zeugen in eine andere Richtung zu gehen, als das beim Verfahren gegen die britische Zeitung „Sun“ der Fall war. Ein Grund dafür ist, dass neue Zeugen und Beweise aufgetaucht sind.

Welche Einblicke legte die Therapeutin dem Gericht offen?

Die Aussagen der Paartherapeutin Laurel Avis Anderson könnten in dem Verfahren einen sehr großen Stellenwert bekommen. Sie wurden bereits im Februar 2022 in einer Videokonferenz aufgenommen und im Gerichtssaal abgespielt. Die dortigen Aussagen stimmen mit den Einschätzungen überein, die bereits im Jahr 2019 von der „Daily Mail“ auf der Basis eines der Redaktion zugespielten Audiomitschnitts einer Therapiesitzung getroffen wurden. Die Therapeutin schätzt ein, dass es offenbar „gegenseitige häusliche Gewalt“ gegeben hat. Oft habe Amber Heard zuerst zugeschlagen. Zudem gab Laurel Avis Anderson an, Johnny Depp wäre von seiner Ex-Ehefrau „getriggert worden“. Das würde bedeuten, es haben gezielte Provokationen stattgefunden, auf die er reagiert hat. Als Beleg für einen solchen Zusammenhang führte die Paartherapeutin die Tatsache an, dass keinerlei andere Gewalttätigkeiten seitens Johnny Depp von anderen Ex-Partnerinnen angegeben wurden. Das hatten auch deren Aussagen (insbesondere die Angaben von Vanessa Paradis) in dem Verfahren in Großbritannien bestätigt.

Hat Amber Heard die Scheidung von Johnny Depp komplett durchgeplant?

Die Ehetherapeutin Laurel Avis Anderson machte in ihrer Aussage außerdem Angaben, die auf eine von Amber Heard durchgeplante Trennung hindeuten. Heard habe bereits im Dezember 2015 ihr gegenüber angegeben, nicht selbst die Scheidung einreichen zu wollen. Sie hoffte darauf, dass Johnny Depp die Scheidungsklage einreichen würde. In diesem Zusammenhang gab Heard gegenüber der Therapeutin an, bereits nach einer Trennungsstrategie zu suchen. Amber Heard überlegte nach den Notizen der Paartherapeutin schon zu diesem Zeitpunkt, ob ihr der Vorwurf häuslicher Gewalt samt entsprechender Strafanzeige bei einer Scheidung Vorteile bringen würde. Zusätzlich zu diesen Einschätzungen der Psychologin wäre auch eine Aussage von Tasya van Ree interessant. Die Fotografin hatte ihre ehemalige Lebensgefährtin Amber Heard im Jahr 2012 mit dem Vorwurf der häuslichen Gewalt angezeigt.

Quelle: Virginia County Court