Erdbeben kostete über 200 Menschen das Leben

Die kurdischen Gebiete in der Grenzregion von Iran und Irak wurden von einem schweren Erdbeben erschüttert. Wie ein Vertreter des Krisenstabs im iranischen Staatsfernsehen bestätigte, sind alleine auf der iranischen Seite 207 Menschen ums Leben gekommen. Rund 1.700 Verletzte hat das Erdbeben ebenfalls gefordert.

Auch im Irak Tote und Verletzte nach Erdbeben

Auf irakischer Seite sprachen die Behörden von sechs Todesopfern und 150 Verletzten. Allerdings könnte die Zahl der Opfer noch weiter ansteigen, betonten die Behörden in ihren Aussagen. Binali Yildirim, türkischer Ministerpräsident, erklärte, dass die Auswirkungen des starken Bebens sogar in einigen südosttürkischen Provinzen zu spüren gewesen sein.

Allerdings gab es dort weder Todesopfer noch anderweitige Schäden. Man habe von Seiten der Türkei aus bereits Hilfe in das irakische Erdbebengebiet geschickt. Der erste Hilfskonvoi hatte vor allem Lebensmittel und Medizin an Bord und wurde bereits auf den Weg gebracht, wie Yildirim laut Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu mitteilte.

Türkei hilft Irak nach Erdbeben

Anadolu meldete weiterhin, dass bereits ein Frachtflugzeug der Armee unterwegs ins irakische Süleymaniye sei. Mit an Bord ist ein Team aus Bergungsexperten sowie medizinischem Fachpersonal. Das Epizentrum des Erdbebens mit der Stärke 7,3 befand sich nahe Süleymaniye. Das Beben hatte sich am Sonntagabend gut 30 Kilometer südwestlich der Stadt Halabdscha im nordöstlichen Irak ereignet. Tausende Zelte und Decken werden vom türkischen Roten Halbmond ebenfalls in die Region gebracht.

Im Iran wurden gleich mehrere Städte von dem Erdbeben getroffen, darunter auch die Stadt Tabris. In den Städten Kasr-e Schirin und Asgaleh waren besonders schwere Schäden verzeichnet worden, wie die amtliche Nachrichtenagentur Irna berichtet.

Schweres Erdbeben auch in Costa Rica

Auch in Costa Rica kam es zu einem schweren Beben mit der Stärke 6,5. Dabei starben zwei Menschen an einem Herzinfarkt infolge des Schocks, wie ein Sprecher des Sicherheitsministeriums den örtlichen Medien gegenüber bestätigte. Das Beben in Costa Rica ereignete sich 16 Kilometer südöstlich von Jaco in einer Tiefe von 19,8 Kilometern. Jaco gilt in Costa Rica als beliebter Badeort bei Touristen.

Das Beben breitete sich soweit aus, dass selbst in der Hauptstadt San José die Gebäude mehrere Minuten lang wackelten. Zuvor war das Beben bereits in weiten Teilen des Landes zu spüren gewesen. Strom und Handynetze fielen in einigen Regionen ebenfalls aus. Zusätzlich gab es an einer Küstenstraße mehrere kleine Erdrutsche, die den Verkehr in Costa Rica behinderten.

Quelle: dpa