Die Bescherung – Höhepunkt des Weihnachtsfestes

Heute Abend ist es endlich soweit – die Bescherung findet statt und damit der Höhepunkt des Weihnachtsfestes, zumindest für den Nachwuchs. Der christliche Brauch in der Weihnachtszeit war aber nicht immer auf den 24. Dezember datiert, sondern fand ursprünglich bereits am 06. Dezember, dem heutigen Nikolaustag statt.

Verlegung der Bescherung nach Reformation

Die Bescherung wurde nach der Reformation in den evangelischen Regionen auf den 24. Dezember verlegt. Die evangelische Kirche kennt nämlich keine Heiligen und feiert demzufolge auch deren Namenstage nicht.

Anfangs galt die Bescherung, also der Austausch der Geschenke, nur für den Nachwuchs. Erst in den letzten Jahren und Jahrzehnten kam der Brauch auf, dass auch Erwachsene an der Bescherung teilnehmen konnten.

Wann findet die Bescherung statt?

Nachdem die Bescherung auf den 24. Dezember gelegt wurde, kamen die Geschenke, die unter dem Weihnachtsbaum platziert werden, zunächst um Mitternacht nach der Christmette. Also konnten die Kinder erst in der Nacht vom 24. zum 25. Dezember ihre Geschenke auspacken. Gerade kleine Kinder sollen aber nicht so lange aufbleiben und so entwickelte sich in Deutschland der Brauch, die Bescherung schon am frühen Abend, nach dem Abendessen, durchzuführen.

In den evangelischen Familien ist es der Weihnachtsmann, der für die Bescherung zuständig ist, in katholischen Familien eher das Christkind. In den USA ist es Santa Claus oder Father Christmas. Dieser kommt durch den Kamin und bringt die Geschenke um Mitternacht. Die Kinder packen diese dann am Weihnachtsmorgen, am 25. Dezember, aus.

Quelle: Weihnachten-Online