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Importpreise zuletzt deutlich angestiegen

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Die Importpreise haben deutliche Auswirkungen auf die Großhandelspreise und Verbraucherpreise. Ein signifikanter Anstieg wird auch die Inflationsrate beeinflussen.

Die Tendenz zu einer erheblichen Steigerung der Importpreise, die sich bereits in den letzten Monaten zeigte, setzte sich auch im Sommer weiter fort. Nach den offiziellen Angaben des Statistischen Bundesamts lagen die Importpreise im Juli 2026 um 6,8 Prozent über dem Niveau vom Juli 2025. Im Juni 2026 hatte die Steigerung im Jahresvergleich noch bei 6,1 Prozent gelegen. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten und Warengruppen. Die Exportpreise stiegen ebenfalls, allerdings lag der Anstieg mit 4,2 Prozent queer durch alle Warengruppen mit 4,2 Prozent unter dem Preiszuwachs bei Importen.

Welche Importpreise sind am deutlichsten gestiegen?

Spitzenreiter bei den Steigerungen der Importpreise lieferte erneut der Energiesektor. Wer regelmäßig Schmierstoffe benötigt, dürfte eine besonders intensive Verteuerung feststellen, denn hier stiegen die Preise für Importe binnen Jahresfrist um 99 Prozent. Den dritten Rang teilen sich leichtes Heizöl und Dieselkraftstoffe mit einem zweitgleichen Plus von 52,4 Prozent nach Kerosin und anderen Flugzeugkraftstoffen mit einer Preiserhöhung von Juli 2025 auf Juli 2026 in Höhe von 62,6 Prozent. Quer durch alle importierten Mineralölerzeugnisse schlug zeitgleich ein Preisplus von 47,5 Prozent zu Buche. Rohöl wurde um 22,3 Prozent teurer. Natürlich wirken sich diese Veränderungen auch auf die Strompreise aus. Bei Stromimporten stiegen die Preise innerhalb eines Jahres um 19,7 Prozent.

Bezieher von anderen Importgütern müssen ebenfalls tiefer in die Tasche greifen

Kupfer und daraus hergestellte Halbzeuge wurden als Importgüter innerhalb eines Jahres um 33 Prozent teurer. Die Preise für Edelmetalle und Edelmetallhalbzeuge stiegen zeitgleich um 52,1 Prozent. Ein Preisplus von 20,4 Prozent schlug bei Aluminiumimporten und Einfuhren von Halbzeugen aus Aluminium zu Buche. Kunststoffe präsentierten einen Preisanstieg binnen Jahresfrist um 17,8 Prozent und elektronische Bauelemente wurden als importierte Vorleistungsgüter um 15 Prozent teurer.
Etwas günstiger fiel die Gesamtbilanz für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus. Das Preisplus quer durch alle Produkte lag bei 2,3 Prozent, wobei sich jedoch ebenfalls signifikante Unterschiede zwischen den einzelnen Warengruppen präsentierten. Importierter Rohkakao war im Juli 2026 um 32,6 Prozent günstiger als im Juli 2025. Die Preise für lebende Schweine aus dem Ausland fielen zeitgleich sogar um 35,9 Prozent. Ein Grund dafür waren und sind die Notverkäufe, die aus einem witterungsbedingten Futtermangel resultieren. Importierter Rohkaffee wurde um 5,1 Prozent teurer. Fans von Fruchtsäften und Gemüsesäften dürfen sich aktuell freuen, denn als Fertiggüter dieser Art importierte Produkte waren zuletzt rund 27,6 Prozent günstiger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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