Viele Augen sind derzeit auf die Küste der Insel Anholt gerichtet, weil dort ein
Erste Detailuntersuchungen lieferten keine Hinweise auf Timmy
Nach den Angaben der dänischen Environment Protection Agency (Umweltschutzbehörde) gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau gibt es bis jetzt keine Hinweise darauf, dass es sich bei dem an der Küste von Anholt angespülten Tier um den Buckelwal Timmy handelt. So spricht beispielsweise ein fehlender Sender gegen einen solchen Zusammenhang. Ein Sender soll nach den Angaben der privaten Rettungsinitiative an der Rückenflosse angebracht worden sein. Beweise dafür wurden allerdings (auch gegenüber dem Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern) nicht erbracht. Damit ist das Fehlen eines solchen Senders allein auch kein sicherer Beweis dafür, dass es sich nicht um Timmy handelt.
Wissenschaftliche Untersuchungen sollen Klarheit bringen
Zum Zeitpunkt der Ebbe am Freitagnachmittag (15. Mai 2026) wurden dem toten Buckelwal vor der Insel Anholt Gewebeproben entnommen. Sie sollen über einen Vergleich mit den Proben, die Timmy entnommen wurden, endgültige Klarheit bringen. Außerdem wurde von dem toten Wal ein Stück der Schwanzflosse abgetrennt, das zu weiteren Untersuchungen verwendet werden soll. Die Flossen der Buckelwale weisen eine einzigartige Zeichnung auf, die eine Identifizierung auf ähnliche Weise möglich macht, wie sie beim Menschen mit einem Irisscan oder einem Fingerabdruckscan angewendet wird. Für Vergleiche der Maserung stehen immense Mengen an Videomaterial aus der Berichterstattung rund um die Aktionen zur Rettung von Buckelwal Timmy zur Verfügung.
Wie geht es mit dem toten Wal vor Anholt weiter?
Nach den Aussagen der dänischen Umweltbehörde bleibt der Körper des toten Wals dort liegen, wo er entdeckt wurde. Dort dient er zahlreichen anderen Tieren als Nahrungsquelle. Das heißt, die dänischen Behörden greifen in den Kreislauf der Natur an dieser Stelle nicht ein. Allerdings wurden mehrere Warnungen ausgesprochen, die Schaulustige abhalten sollen. Es bestehen ernst zu nehmende gesundheitliche Risiken durch verschiedene Keime und Gefahrstoffe, die sich im und am toten Wahlkörper bilden und auch ins umgebende Wasser gelangen. Zu diesen Stoffen gehören auch Gase, die sich im Inneren des Kadavers bilden. Dadurch kann es zu einem explosionsartigen Aufplatzen des Körpers kommen, bei dem auch beispielsweise verrottete Mageninhalte mehrere Meter weit durch die Luft geschleudert werden.
Update vom 16. Mai 2026, 18:00 Uhr Inzwischen hat die dänische Environment Protection Agency bestätigt, dass doch ein GPS-Tracker an dem toten Buckelwal vor der Insel Anholt gefunden wurde. Damit ist es traurige Gewissheit: Die aufwändige Rettungsaktion für Timmy hatte leider keinen Erfolg.
Quelle: Environment Protection Agency, Ritzau

Weitere Meldungen
Buckelwal Timmy schwimmt frei in der Nordsee
Das Drama um den in der Ostsee gestrandeten Buckelwal geht weiter
Sea Shepherd startet in die neue Saison der CleanUp-Kampagnen