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Wirtschaftswachstum erwartet

Das DIW-Institut geht für das laufende Jahr von einem deutlichen Wirtschaftswachstum in Deutschland aus. Dieses soll sogar so stark wie seit 2011 nicht mehr ausfallen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll 2015 im Gegensatz zum Vorjahr um 2,2 Prozent steigen. Beim RWI-Institut geht man nur von einer Steigerung um 2,1 Prozent aus, bei der Industriestaaten-Gruppe OECD erhofft man sich ein Wachstum von 1,9 Prozent. Doch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, denn alle drei Institutionen erhöhten ihre Prognosen für das deutsche Wirtschaftswachstum deutlich. Sie begründeten diese verbesserten Prognosen vor allen Dingen damit, dass der Ölpreis extrem niedrig sei. Durch die günstige Energie werde die Kaufkraft auf der Konsumentenseite gestärkt und viele Firmen würden bei den Kosten entlastet werden. Ebenfalls zeigte sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble optimistisch für die Zukunft der deutschen Wirtschaft.

Insbesondere die höheren Ausgaben auf Seiten der Verbraucher beflügeln demnach die deutsche Wirtschaft, wie DIW-Präsident Marcel Fratzscher bereits erwartet hatte. Diese lassen sich dank des soliden und starken Arbeitsmarkts sogar noch weiter ausbauen. Auch der schwächere Euro verhilft zum Wachstum, ist er sich sicher. Allerdings geht er von geringen Anstiegen bei den Investitionen aus, da die Absatzchancen insgesamt eingetrübt seien. Außerdem sind die Risiken für die weltweite Konjunktur weiterhin groß.

300.000 neue Jobs für 2015 erwartet

Für das aktuelle Jahr rechnen die Experten vom DIW mit der Schaffung von 300.000 neuen Jobs. Für 2016 geht man nochmals von 200.000 neuen Stellen aus. Bisher sind dem DIW zufolge auch die Befürchtungen, dass die Wirtschaft durch den im Januar 2015 eingeführten Mindestlohn negativ beeinflusst würde, ausgeblieben. Jedoch mussten einige Branchen, um den Mindestlohn zahlen zu können, ihre Preise erhöhen. Dazu zählen vor allem das Taxigewerbe und chemische Reinigungen.

Trotzdem sei der Zeitpunkt für die Einführung des Mindestlohns gut gewesen, heißt es weiter, denn die Wirtschaft zeige sich insgesamt eher stabil. Wie stark und in welche Richtung sich der Mindestlohn tatsächlich auswirken wird, wird sich den Experten zufolge erst bei einem Abschwung der Wirtschaft zeigen. Er warnte deshalb auch davor, den Mindestlohn verfrüht als Erfolgsgeschichte zu feiern und bald sogar zu erhöhen.

Quelle: Reuters