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Wird das EKG demnächst von einer Armbanduhr aufgezeichnet?

Die Entwickler für technische und medizinische Geräte sind öfter einmal für eine Überraschung gut. Für die neueste Überraschung sorgte AliveCor, ein in den USA beheimatetes Unternehmen, welches auf die Entwicklung und Herstellung von Medizintechnik spezialisiert ist. Das in San Francisco ansässige Unternehmen, das auch bereits mobile Technik für die Erfassung von Hirnströmen entwickelt hat, nutzte jetzt das Potential der Apple Watch. Kombiniert mit einem speziellen Armband wird das ohnehin bereits multifunktionale Wearable um eine Elektrokardiogramm-Funktion ergänzt. Einen Prototypen hat AliveCor bereits präsentiert.

Was ist das Besondere an der Apple Watch von AliveCor?

Von Haus aus ist die Apple Watch bereits in der Lage, den Puls des Trägers ermitteln zu können. Die Abnahme der EKG-Werte wird mit der Erweiterung durch zusätzliche Elektroden möglich gemacht. Bei der Präsentation des Prototypen blieb jedoch offen, ob das von AliveCor entwickelte Modell mit der Ein- oder Zwei-Kanal-Methode arbeiten wird. Das EKG wird von einer speziellen App aufgezeichnet, die auch Sprachnotizen des Nutzers speichern kann. Die Messdaten der Elektroden im Armband werden via Ultraschall zum Mikrofon im Gehäuse der Apple Watch geschickt. Diese Übertragung benötigt weniger Energie als die Datenübertragung via WLAN oder Bluetooth.

Was soll die Ergänzung zur Apple Watch kosten?

Das EKG-Armband zur Apple Watch soll zum Preis von etwa 200 Dollar auf den Markt kommen. Ab wann es verfügbar ist, steht derzeit noch nicht fest. Die Entwickler von AliveCor benötigen dafür noch die Zertifizierung der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA. Sie hoffen, diese im Laufe des Jahres 2016 zu erhalten. Der Vorteil für die künftigen Anwender wäre, dass mit einem EKG auch Erkrankungen wie Herzkammerflimmern oder Arrhythmien erkannt werden können. Die von der App erfassten Daten können von der Apple Watch selbst via Bluetooth oder WLAN zu Auswertungszwecken an einen Mediziner übertragen werden.

Quelle: Golem