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Waldbrände in Kanada heizen Ölpreis kräftig ein

Nachdem es am Wochenende erneut schlechte Nachrichten aus der brennenden kanadischen Provinz Alberta gegeben hat, starteten die Rohstoffbörsen mit einem kräftigen Plus in die neue Woche. Bis zum Montagmittag wurde bei der Sorte WTI ein Preisanstieg von mehr als 2,5 Prozent registriert. Gegen 11.30 Uhr lag der Preis am 9. Mai 2016 pro Barrel bei 45,66 US-Dollar. Rund zwei Prozent stiegen die Preise bei der Sorte Brent, wodurch das Barrel für 46,18 US-Dollar gehandelt wurde.

Welche Trends sind beim Ölpreis zu erwarten?

Die Brände in Kanada haben inzwischen solche Ausmaße angenommen, dass die Ölförderung binnen weniger Tage um rund 20 Prozent zurückgefahren werden musste. Eine besondere Rolle spielt hier die Tatsache, dass am Sonntag auch Fort McMurray von den Flammen überrollt wurde. Die Am Athabasca River und Clearwater River gelegene Stadt ist vor allem durch ihre Ölsandvorkommen bekannt. Dort wird das Erdöl mit dem Verfahren der Heißwasserextraktion gewonnen, welches auch als Fracking bezeichnet wird. Die rund 61.000 Einwohner zählende Stadt Fort McMurray musste am Wochenende vollständig evakuiert werden. Nach den bisherigen offiziellen Angaben sind dort mehr als 1.600 Gebäude den Flammen zum Opfer gefallen. Die Ölförderung in Fort McMurray musste komplett eingestellt werden.

Was lässt den Ölpreis außerdem steigen?

Auch Saudi-Arabien spielt bei der Ölförderung und der Bildung der Ölpreise eine entscheidende Rolle. Dort galt der Ölminister Ali al-Naimi bisher als berechenbarer Faktor in der OPEC. Ali al-Naimi machte sein Mitspracherecht mittlerweile mehr als zwei volle Jahrzehnte geltend. Doch nun hat sich der saudi-arabische König Salman dazu entschlossen, den Posten des Ölministers neu zu besetzen. Ali al-Naimi wurde von Chaled al-Falih abgelöst. Er war zuvor als Chef des Gesundheitsministeriums tätig. Außerdem hatte er die Führungsposition bei Aramco, einem der größten Ölförderunternehmen in Saudi-Arabien inne. Allein schon deshalb dürfte der neue Ölminister Interesse an hohen Ölpreisen haben und sich z
zu Gunsten der Drosselung der Förderquoten in der OPEC einsetzen. Die Konsequenz dürfte sein, dass die Ölpreise mit hoher Wahrscheinlichkeit steigen.

Quelle: Börse Frankfurt, n-tv, CNN