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Nutzung ÖPNV in Deutschland nur sehr leicht gestiegen

Halle (Saale), Germany. Red tram going on Hallmarkt square in front of Marktkirche church in old town

Die steigende Tendenz der Fahrgastzahlen im ÖPNV setzte sich zuletzt nicht in gleichem Maße wie in den Jahren nach dem Ende der Coronakrise fort.

Hohe Erdöl- und Kraftstoffpreise hatten ab dem Beginn des Ukrainekriegs dafür gesorgt, dass die Anzahl der Fahrgäste im ÖPNV in Deutschland deutlich gestiegen war. 2023 konnte der Rückgang der Erdöl-, Benzin- und Dieselpreise daran noch nichts ändern. Die Bilanz der Jahre 2024 und 2025 wies deutliche Unterschiede nach der Art der öffentlichen Verkehrsmittel aus. Das geht aus offiziellen Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor.

Wie sah die Gesamtentwicklung bei der Nutzung des ÖPNV zuletzt aus?

Das Jahr 2024 hatte im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um rund 500 Millionen Fahrgäste auf damals rund 11,4 Milliarden Fahrgäste gebracht. Doch für das Jahr 2025 fiel die Steigerungsrate deutlich geringer aus, denn es wurde nach den vorläufigen Ergebnissen lediglich ein Plus von rund 100 Millionen Fahrgästen verzeichnet. Ein Grund dafür könnte sein, dass sich der Preis für das Deutschlandticket zu Jahresbeginn 2025 von vorher 49 Euro pro Monat auf 58 Euro pro Monat erhöhte. Gleichzeitig stieg der Preis für das Deutschlandticket Job von 34,30 Euro auf 40,60 Euro. Zudem wurden an den Rohstoffbörsen ab dem II. Quartal 2025 weitere Preisrückgänge bei Erdöl verzeichnet, die sich dämpfend auf die Kraftstoffpreise auswirkten, sodass viele Menschen wieder auf das eigene Auto umstiegen.

Wie sah zuletzt die Nutzung der einzelnen ÖPNV-Arten aus?

Die mit Abstand intensivste Nutzung im Liniennahverkehr fand sich im Jahr 2025 bei den Linienbussen. Sie verzeichneten deutschlandweit rund 5,3 Milliarden Fahrgäste. Die Bilanz der Straßenbahnen wies zeitgleich rund 3,9 Milliarden Fahrgäste aus. Straßenbahnen landete damit auf dem zweiten Rang der in Deutschland beliebtesten öffentlichen Verkehrsmittel. Auf dem dritten Rang platzierten sich die Eisenbahnen, bei denen im Betrachtungszeitraum rund 2,8 Milliarden Fahrgäste gezählt wurden.
Im Linienfernverkehr präsentierte sich die Beliebtheitsliste mit einer anderen Reihenfolge. Hier waren die Eisenbahnen mit einem Anteil von rund 146 Millionen Fahrgästen der klare Sieger. Der öffentliche Fernverkehr mit Linienbussen brachte es zeitgleich lediglich auf rund 11 Millionen Fahrgäste. Allerdings gewinnt der Linienbusfernverkehr mit einem Plus von 6 Prozent das Rennen um das Wachstum der Fahrgastzahlen vor den Langstreckenlinien der Eisenbahnen mit einem Plus von 3 Prozent.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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