Dortmund: Hannibal II Hochhaus muss länger geräumt bleiben

Wie der Eigentümer des Dortmunder Hochhauskomplexes Hannibal II jetzt erklärte, müssten die Bewohner länger als bisher angenommen aus ihren Wohnungen fernbleiben. Insgesamt würden sich die Maßnahmen zur Behebung der Brandschutzmängel über mindestens zwei Jahre hinziehen. Außerdem sind laut Eigentümer im Rahmen der Sanierung weitere Modernisierungsarbeiten geplant. Genaue Details wollte die Sprecherin jedoch nicht nennen. Von Seiten der Stadt hieß es, dass man den angegebenen Zeitraum für „nachvollziehbar“ halte.

400 Wohnungen mussten geräumt werden

Das Hochhaus Hannibal II musste schon am 21. September komplett geräumt werden. Insgesamt befinden sich in dem Komplex über 400 Wohnungen, deren Bewohner sie aus Brandschutzgründen kurzfristig verlassen mussten. 752 Anwohner sind von der Räumung betroffen. Sie sind mittlerweile in anderen Wohnungen bzw. in kommunalen Übergangseinrichtungen untergebracht. Darüber hinaus gibt es einige Betroffene, die bei Freunden oder Verwandten untergekommen sind.

Schnelles Handeln vom Eigentümer zugesagt

Der Eigentümer des Hochhauskomplexes – Intown – hatte kurz nach der Räumung, an der er heftige Kritik äußerte, schnelles Handeln zugesagt. Die Brandschutzmängel sollten zügig beseitigt und die Wohnungen zeitnah wieder bewohnbar gemacht werden. Zuletzt war die Rede von einigen Monaten, die man benötige, um die Sanierungsarbeiten durchzuführen, jetzt spricht man bereits von zwei Jahren. Der Eigentümer hat mittlerweile die Stadt Dortmund aufgrund der abrupten Räumung verklagt.

Quelle: dpa