Die Humboldt-Universität Berlin hat Geburtstag

Am 16. August 1809 öffnete die Humboldt-Universität Berlin erstmals ihre Pforten. Der Startschuss für die Aufnahme des Lehrbetriebs fiel allerdings erst im Oktober 1810.

Inzwischen sind an der Humboldt-Universität Berlin jedes Semester mehr als 41.000 Studenten eingetragen. Due Universität, die kurz auch als HU Berlin bezeichnet wird, ist weit über die Grenzen Deutschlands hinaus für ihr Klinikum Charité bekannt. Die Studenten werden von rund 4.000 Mitarbeitern betreut. Zu ihnen zählen auch mehr als 400 Professoren. Besonders interessant ist die Tatsache, dass im Wintersemester 2018/2019 die Zahl der Studentinnen mit 57 Prozent höher als der Anteil der männlichen Studierenden war.

Ein Blick auf die Geschichte der Humboldt-Universität Berlin

Der heutige Name der Berliner Hochschule trägt der Tatsache Rechnung, dass ihre Gründung einer Initiative von Wilhelm von Humboldt zu verdanken ist. Die Hochschule nahm den Betrieb unter dem anfänglichen Namen Alma Mater Berolinensis auf. Im Jahr 1828 wurde sie in Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin umbenannt. König Friedrich Wilhelm III setzte sich im Rahmen der preußischen Reformen für die Gründung der Universität ein. Der heutige Name der Hochschule wird seit dem Jahr 1949 verwendet. In den Zeiten des Nationalsozialismus wurde mehr als ein Drittel der Professoren und Wissenschaftler entlassen. Der Lehrbetrieb kam zeitweise zum Erliegen. Doch schon wenige Tage nach dem Ende des II. Weltkriegs stand fest, dass die Berliner Universität nicht zu einem Kriegsopfer werden sollte. Das war sehr schwierig, weil auch die Hochschulgebäude schweren Schaden genommen hatten. Doch mit der Unterstützung der russischen Besatzer (SMAD-Befehl Nr. 4) gelang es, bereits im Herbst 1945 die ersten Kurse durchzuführen. Im ersten Nachkriegssemester waren rund 2.800 Studenten eingeschrieben. Von da an bis zum Jahr 1949 trug die Hochschule den Namen Berliner Universität Unter den Linden. Sie wuchs rasch und wurde schon bald zu größten Universität der ehemaligen DDR.

Wie ist die Humboldt-Universität Berlin heute aufgestellt?

Seit der Neugliederung im Jahr 2014 gehören neun Fakultäten zur HU Berlin. Insgesamt werden mehr als 180 Studiengänge angeboten. Die Universität betreibt acht interdisziplinäre Einrichtungen und drei Zentralinstitute. Zu den kooperierenden Instituten zählen sich beispielsweise das Centre Marc Bloch, das Maecenata-Institut, die artop GmbH sowie das Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen. Die Humboldt-Universität Berlin verteilt sich auf fünf Standorte. Dazu gehören der Campus Mitte, der Campus Nord sowie der Campus Adlershof und der Campus Dahlem. Der fünfte Standort ist das Arboretum im Baumschulenweg. Außerdem betreibt die HU Berlin eine der deutschlandweit größten Universitätsbibliotheken. Die HU Berlin ist sehr beliebt. Das belegt ein Blick auf die aktuellen Zulassungsbeschränkungen. Wer an der Humboldt-Universität Berlin studieren möchte, muss pro Semester aktuell eine Studiengebühr von rund 315 Euro einplanen. Dabei ist wissenswert, dass darin ein ÖPNV-Ticket für das jeweilige Semester enthalten ist.

Quelle: HU Berlin