Auf diese Kindersitze sollten Sie nicht bauen

Die Stiftung Warentest und der ADAC haben erneut Kindersitze auf den Prüfstand gestellt und warnen jetzt eindringlich davor, die Kindersitze Recaro Optia zusammen mit dem Recaro Smartclick Base und den Grand-Sitz von Jané zu nutzen. Bei ihrem Test lösten sich beide Sitze während eines Frontal-Crashs, wie am Montag bekannt wurde. Sowohl Stiftung Warentest als auch der ADAC rieten laut Mitteilung vom Kauf der Sitze ab. Eltern, die sich bereits für einen der beiden Sitze entschieden hätten, sollten sich am besten mit dem Hersteller in Verbindung setzen.

So gefährlich sind die monierten Kindersitze

Beim Crashtest hat der Recaro-Kindersitz sich von der Isofix-Station gelöst. Die Sitzschale flog nach Aussagen der Tester „in hohem Bogen durch das Prüflabor“. Bei einem realen Unfall könnten bei einer solchen Ablösung des Kindersitzes Kind und Mitfahrer schwer verletzt werden. Auch beim Grand-Sitz hielt die Isofix-Verbindung den Kräften des Frontal-Crashs nicht stand und löste sich.

Schon bei einem Test im letzten Jahr hatte der Recaro Optia schlecht abgeschnitten. Wie Stiftung Warentest angibt, habe sich schon damals die Sitzschale beim Frontalcrash von der Isofix-Station gelöst. Der Hersteller hatte nach Bekanntwerden der Testergebnisse den betroffenen Kunden einen gratis Austausch der Isofix-Station Recaro Fix angeboten. Das Nachfolgemodell Recaro Smartclick Base wurde jedoch nicht „weiter verbessert“, so Stiftung Warentest. Zumindest sei von den Testern keine Verbesserung festgestellt worden.

So reagieren Recaro und Jané auf die Testergebnisse

Der ADAC und die Stiftung Warentest haben nach dem Testergebnis die beiden Hersteller Recaro und Jané um eine Stellungnahme gebeten. Die beiden Hersteller konnten sich die Ergebnisse nicht erklären und versprachen, nach den Ursachen zu suchen. Jané ging sogar soweit, dass man die Auslieferung der betreffenden Kindersitze an die Händler gestoppt habe.

Bei Recaro erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa ein Sprecher, dass man sich die Testergebnisse nicht erklären könne. Man habe aber bereits mit der Analyse der Ergebnisse begonnen. Dafür habe man bei Stiftung Warentest auch um Übermittlung der für die Analyse relevanten Daten gebeten, bisher aber noch keine Rückmeldung erhalten. Der Recaro-Sprecher erklärte weiter, dass das beschriebene Fehlerbild in keinem der bisherigen Tests aufgetaucht sei. Daher müsse man die Ursachen zunächst identifizieren und verstehen, bevor man weitere Schritte einleiten könne.

Quelle: dpa