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Sturmtief „Elli“ hält große Teile Europas in Atem

snow on street with a car

Das Sturmtief „Elli“ hat in weiten Teilen Deutschlands erhebliche Auswirkungen auf Infrastruktur, Verkehr und das öffentliche Leben verursacht.

Das Sturmtief „Elli“ führte zu zahlreichen Störungen im Straßen- und Schienenverkehr. Umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste blockierten vielerorts Straßen, sodass viele Strecken zeitweise gesperrt werden mussten. Auch der öffentliche Nahverkehr war stark betroffen. Zug- und S-Bahn-Verbindungen fielen aus oder verspäteten sich erheblich. Nach Angaben der Deutschen Bahn gilt das vor allem für den Norden von Deutschland. So fielen beispielsweise am Vormittag des 9. Januar 2025 fast alle Fernzüge im Norden aus. Fahrgäste, die deshalb ihre Reise nicht antreten konnten und können, profitieren deshalb von Sonderkonditionen durch eine temporär aufgehobene Zugbindung. Darüber hinaus mussten Flüge an mehreren Flughäfen gestrichen oder verschoben werden, was zu Verzögerungen im nationalen und internationalen Reiseverkehr führte. Beispiele dafür liefern unter anderem Flüge von London aus nach Deutschland.

Stromausfälle und Infrastrukturschäden

Ein weiteres großes Problem waren die verbreiteten Stromausfälle, die durch beschädigte Leitungen und umgestürzte Strommasten verursacht wurden. In einigen Regionen waren Haushalte und Unternehmen über Stunden ohne Elektrizität. Besonders umfangreiche Stromausfälle wurden unter anderem aus Großbritannien gemeldet. Ein Problem dabei waren und sind die starken Windböen und Schneeverwehungen, welche die Durchführung der Reparaturarbeiten erschweren und verzögern.
Viele Schulen blieben aus Sicherheitsgründen geschlossen, um Schüler und Lehrkräfte vor den Gefahren durch das Sturmtief zu schützen. Auch Kindergärten und einige öffentliche Einrichtungen stellten den Betrieb zeitweise ein. Veranstaltungen, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, wurden abgesagt oder verschoben. In mehreren Städten riefen die Behörden die Bevölkerung auf, das Haus möglichst nicht zu verlassen und unnötige Fahrten zu vermeiden. Supermärkte und Geschäfte verzeichneten teils eingeschränkte Öffnungszeiten, da Mitarbeitende nicht zur Arbeit gelangen konnten und Lieferungen ausblieben.

Wie entwickelt sich die Lage durch das Sturmtief „Elli“ in den nächsten Stunden?

Noch kann von einer großflächigen Entwarnung nicht die Rede sein. Das Sturmtief bewegt sich nach den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes in den nächsten Stunden weiter nach Südosten. Bis zum Abend des 9. Januar 2026 kann es stellenweise noch einmal bis zu 15 Zentimeter Neuschnee geben. In der Nacht vom 9. zum 10. Januar 2026 werden weitere Schneefälle erwartet, die sich bis in den Südosten Deutschlands ausbreiten und bis zum Samstagmorgen insbesondere in der Lausitz und in Ostsachen noch einmal 15 Zentimeter auf die bereits vorhandene Schneedecke aufschütten. Flächendeckend sollen die Schneefälle nach den aktuellen Berechnungen im Laufe des Samstags nachlassen. Eine Ausnahme stellen die Staulagen entlang der Alpen das. Der DWD erwartet für den 10. Januar 2026 beispielsweise im Allgäu und im Schwarzwald bis zu 30 Zentimeter Neuschnee. Das heißt, der Schwerpunkt der markanten Wetterlage wird sich in den nächsten Stunden von Norden nach Süden verlagern.

Quellen: London Heathrow, GRID, British Airways, Deutsche Bahn, DWD

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