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Streik in Belgien legt mehr als nur ein Land lahm

Der gestrige Generalstreik in Belgien hat ein ganzes Land lahm gelegt und einige Nachbarländer noch dazu. Keine Behörde, keine Kindertagesstätte, kein Krankenhaus hatten regulär geöffnet. Flüge wurden gestrichen, der Bahnverkehr in Belgien fiel komplett aus und selbst Arbeitnehmer, die zwischen Deutschland und Belgien oder andersherum pendeln, waren betroffen. An den Grenzübergängen hatten sich Streikende versammelt und diese dicht gemacht.

600 Flüge sind nach Angaben der Tagesschau gestrichen worden, 50.000 Reisende seien direkt betroffen, erklärte eine Sprecherin des Internationalen Brüsseler Flughafens. Bei der Bahn sah es nicht besser aus. Neben den inländischen Verbindungen wurden auch internationale Fernzüge vom ICE über den TGV, Thalys und Eurostar behindert.

Generalstreik gegen Sozialreformen

Die Gewerkschaften in Belgien hatten zum 24-stündigen Generalstreik aufgerufen. Schon seit einem Monat wird immer montags gegen die Sozialreformen und die Sparpolitik des Ministerpräsidenten Charles Michel demonstriert. Vor allem Arbeitnehmer seien von den geplanten Reformen betroffen, so die harsche Kritik der Bürger. Moniert wird vor allem die Anhebung des Rentenalters von derzeit 65 auf 67 Jahre. Auch bei der medizinischen Versorgung drohen kräftige Einschnitte, die sich die Bürger nicht gefallen lassen wollen.

Ihr Argument: Wenn in ganz Europa gleichzeitig gespart wird, kommt die Wirtschaft zum Erliegen. Doch Fakt ist: Belgien hat Schulden, die 104 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen und die müssen nach EU-Recht nun einmal abgebaut werden.

Quelle: Tagesschau