Viele Hauseigentümer bevorzugen bei der Beheizung und der Warmwasseraufbereitung inzwischen Wärmepumpen, weil sie in vielen Fällen auch ohne
Bundesregierung zahlt nach wie vor Förderungen für Solarthermie und Pufferspeicher
Wer in seinem Eigenheim Investitionen in die Nutzung erneuerbarer Energien tätigen und sich solarthermische Systeme und Pufferspeicher kaufen möchte, profitiert aktuell noch von verschiedenen Fördermöglichkeiten. Ein Beispiel dafür ist das Förderprogramm 458 der Kreditbank für Wiederaufbau (kurz KfW). Im Idealfall können bis zu 70 Prozent der anfallenden Investitionen gefördert werden. Der genaue Anteil hängt von den jeweiligen Ansprüchen an die Gewährung der Grundförderung, dem Einkommensbonus sowie dem Klimageschwindigkeitsbonus ab. Pufferspeicher, die in der Regel als Schichtenspeicher ausgelegt sind, können danach über den Unterpunkt „innovative Heizungstechnik“ auch separat gefördert werden. Alternativ stehen die Förderungen zur Verfügung, die beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz BAFA) beantragt werden können. Sie zielen ganz speziell auf die Integration von Wärme- und Kältespeichern für die Innenraumklimatisierung ab.
Wie sind Pufferspeicher aufgebaut und wie funktionieren sie?
Pufferspeicher gehören zur Gattung der Schichtenspeicher, denn sie „schichten“ Trägermedien (in der Regel Wasser) nach ihrer jeweiligen Temperatur. Zusätzliche Energie ist dafür nicht notwendig, denn diese Schichtung bewirken grundlegende physikalische Prinzipien. Warmes Wasser ist leichter als kaltes Wasser und wandert deshalb nach oben, während das kalte Wasser nach unten sinkt. Hier finden sich also im Miniaturformat die gleichen Vorgänge wie in den Ozeanen. Die Entnahme von Warmwasser oder Wasser für den Vorlauf der Heizung erfolgt stets über die Abschlussstutzen im oberen Bereich, während Wasser aus dem Rücklauf der Heizung im unteren Bereich eingespeist wird.
Für die Koppelung mit einer solarthermischen Anlage eignen sich die Pufferspeicher mit Wärmetauscher am besten. Sie kommen auch gern als Element der Warmwasseraufbereitung zum Einsatz. Das wärmeführende Medium und das Trinkwasser kommen durch den in sich geschlossenen Wärmetauscher nicht miteinander in Kontakt. Die Pufferspeicher bringen eine kompakte Bauweise mit. Wichtig ist es, auf eine gute thermische Isolierung der Kessel zu achten, denn es wäre schade, wenn ein Teil der Wärmeenergie den Heizungsraum aufheizt, anstatt für eine wohlige Wärme in Wohn- und Geschäftsräumen oder Energieeinsparungen bei der Warmwasseraufbereitung zu sorgen.
Wie kommt die Einsparung Energie durch die Speicher zustande?
Nicht nur die Koppelung der Pufferspeicher mit solarthermischen Systemen ist interessant, bei denen die langwellige Wärmestrahlung der Sonne absorbiert und die Energie an das Trägermedium in den Wärmetauschern übergeben wird. Auch die Wärmeenergie, die im Abwasser oder in der Abluft steckt, sollte nicht ungenutzt bleiben. Ein Beispiel ist die Waschmaschine, die teils sehr heißes Wasser abpumpt. Auch aus dem Geschirrspüler und aus der Badewanne gelangt warmes Wasser in die Abwasserleitungen. Diese Energie lässt sich mit den Wärmetauschern abgreifen und im Gebäude halten. So entstehen lohnenswerte Energiekreisläufe, welche die Menge des Bezugs von Gas oder anderen Energieträgern reduzieren. Sie schonen nicht nur den Geldbeutel, sondern tragen auch zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und damit zum Klimaschutz bei.
Quelle: KfW, BAFA, Umweltbundesamt, Börse Frankfurt

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