Alltagsmagazin.de

News und Tipps aus allen Lebensbereichen

Schäden durch Erdbeben und Hurrikan in Mittelamerika

transformer on a electric poles and a tree laying across power lines over a road after Hurricane

Mexiko leidet unter den Folgen von schweren Erdbeben, während die Karibik von einem heftigen Hurrikan heimgesucht wurde. Der nächste Hurrikan droht bereits.

Am 19. September 2022 gegen gab es gegen 20:05 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit ein schweres Erdbeben in Mexiko. Der US Geological Survey gibt die Stärke mit 7,6 auf der nach oben offenen Richter-Skala an. Die mexikanischen Behörden gehen von einer Stärke von 7,7 aus. Seither gab es mehrere Nachbeben. Das bisher heftigste Nachbeben ereignete sich am 20. September 2022 um 10:17 Uhr und brachte es auf eine Stärke von 5,8 auf der Richter-Skala.

Bei dem Erdbeben in Mexiko wurden Erinnerungen wach

Bisher wurde ein Todesfall rund um die aktuellen Erdbeben gemeldet. Die Erschütterungen waren bis nach Mexiko-Stadt zu spüren. Dort mussten mehrere Gebäude als akut einsturzgefährdet eingestuft werden. Das Epizentrum lag in der Nähe der Stadt Aquila. Eine vorsorglich herausgegebene Tsunami-Warnung konnte zeitnah wieder aufgehoben werden. Bei vielen Mexikanerinnen und Mexikanern wurden Erinnerungen wach an das Erdbeben, das im Jahr 2017 in Mexiko-Stadt mehr als 200 Menschenleben forderte. Es fand ebenfalls an einem 19. September statt und brachte es auf eine Stärke von 7,1 auf der Richter-Skala. Das Epizentrum lag damals jedoch in einem wesentlich dichter besiedelten Gebiet als die Epizentren der aktuellen Erdbeben.

Hurrikan „Fiona“ hat schwere Schäden angerichtet

Zu Wochenbeginn hinterließ der Hurrikan „Fiona“ eine Schneise der Verwüstung in Puerto Rico und verursachte anschließend schwere Schäden in der Dominikanischen Republik. Beide Staaten wurden durch heftige Überschwemmungen gezeichnet und kämpfen mit umfangreichen Schäden an den Infrastrukturen der Strom- und Wasserversorgung. Allein in Puerto Rico fiel der Strom für rund 3,1 Millionen Menschen aus. Knapp zwei Drittel der Haushalte hatten nach dem Abzug des Hurrikans kein Trinkwasser. Für den 21. September 2022 sind Sturm- und Hochwasserwarnungen für die Bermudas aktiv, obwohl das Auge des Hurrikans die Inseln nicht direkt treffen wird. Das amerikanische Außenministerium gab eine offizielle Reisewarnung für die Bermudas heraus.

Gefahr durch Hurrikan „Fiona“ ist noch nicht vorbei

Nach den Berechnungen des zur NOAA gehörenden National Hurricane Center (NHC) schlägt der Hurrikan am 21. und 22. September 2022 einen nordöstlichen Kurs ein, bevor er am Freitag (23. September 2022) mit hoher Wahrscheinlichkeit nach Norden abschwenkt. Das bedeutet, dass nach dem aktuellen Modell der äußerste Nordosten der USA ab Freitagnachmittag sowie ab der Nacht vom Freitag zum Samstag die Ostküste Kanadas die Ausläufer des Hurrikans abbekommen.
Ein weiteres potenziell kritisches Wettersystem lauert bereits über dem Atlantik im Westen der zu den Antillen gehörenden Windward Islands. Dort gibt das National Hurricane Center an, dass sich das System mit einer 70-prozentigen Wahrscheinlichkeit in den nächsten 48 Stunden zu einem Hurrikan entwickeln wird. Die Wahrscheinlichkeit einer Heraufstufung zu einem Hurrikan innerhalb der nächsten 5 Tage liegt nach den derzeitigen Wettermodellen sogar bei 90 Prozent. Das NHC geht davon aus, dass es dabei nicht bleibt. Eine von Afrika ausgehende tropische Welle sorgt für genau die Bedingungen, die eine Bildung von Hurrikanen über dem südlichen und mittleren Atlantik begünstigen. Auch im östlichen Pazifik sieht es nicht viel anders aus. Dort bildet sich gerade vor der mexikanischen Südwestküste eine Formation, aus der sich in den nächsten 48 Stunden mit einer 40-prozentigen Wahrscheinlichkeit ein Hurrikan entwickeln wird.

Quelle: USGS, CNN, NOAA, NHC