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Probleme in der Landwirtschaft: Viele Spargelbetriebe geben auf

An asparagus picker, migrant worker from Romania, cuts the asparagus of the 2023 season. Asparagus in Brabant . Asparagus is a plant that occurs in the wild mainly in coastal regions and along rivers. The plant is grown as a vegetable because of its young shoots.

Beim Spargelanbau in Deutschland zeigt sich seit einiger Zeit ein negativer Trend. Das geht aus offiziellen Statistiken hervor.

Wie ist die aktuelle Lage beim Spargelanbau in Deutschland? Offizielle Zahlen aus dem Jahr 2025 beweisen, dass die Situation in den landwirtschaftlichen Betrieben, die sich mit dem Spargelanbau beschäftigen, angespannt ist. Gleichzeitig wachsen die importierten Mengen der beliebten Gemüseart. Dafür sind mehrere Ursachen verantwortlich.

Zahl der Spargelbauern und Anbauflächen sinkt seit Jahren

Vor allem die Anzahl der auf den Spargelanbau spezialisierten Kleinbetriebe ist in jüngster Zeit deutlich gesunken. Innerhalb von zehn Jahren haben 550 Spargelbauern den Betrieb eingestellt. Das entspricht einem Rückgang um 29,3 Prozent. Im Jahr 2025 gab es deutschlandweit gerade einmal noch 1.350 landwirtschaftliche Unternehmen, zu deren Geschäftstätigkeit der Spargelanbau zählt. Spitzenreiter bei der aktuellen Anzahl waren zuletzt bei einem regionalen Vergleich Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Seit 2018 ist zudem ein kontinuierlicher Rückgang der Anbauflächen zu verzeichnen. 2025 wurden rund 22.500 Hektar mit Spargel bepflanzt. Im Vergleich zu 2024 bedeutet das einen Verlust von rund 300 Hektar aktiv genutzter Anbaufläche. Der Ertrag sank binnen eines Jahres um 3,9 Prozent auf rund 103.900 Tonnen. Gleichzeitig stieg die Importmenge bei Spargel um 6,4 Prozent auf 24.500 Tonnen im Jahr 2025. Die meisten Spargelimporte kamen zuletzt aus Spanien, Mexiko und Griechenland.

Was sind die Ursachen für diese Entwicklung?

Der Spargelanbau erfordert (hauptsächlich bei der Ernte) sehr viel Handarbeit, die in Deutschland nicht zuletzt durch die Erhöhung des Mindestlohns immer teurer wird. Das ist ein Grund, warum viele Landwirte Ausnahmen von dieser gesetzlichen Regelung fordern. Zudem handelt es sich um eine Gemüsepflanze, die im Zwei-Jahres-Rhythmus Ernten einbringt. Um kontinuierliche Einnahmen zu erzielen, sind in den Betrieben größere Anbauflächen erforderlich. Außerdem kommen Spargelfelder aufgrund der Ansprüche der Gemüsepflanze nicht ohne hochwertige Bewässerungssysteme aus. Ein Spargelfeld mit einer Fläche von einem Hektar benötigt vom Setzen bis zur Ernte etwa 6.000 Kubikmeter Wasser. Die Bewässerung muss kontinuierlich in kleinen Mengen erfolgen, um Temperaturschwankungen im Boden und daraus resultierende Wachstumsverzögerungen zu vermeiden. Das ist aufwändig und verursacht hohe und noch dazu ständig steigende Kosten. In der Gesamtschau ist es der Kostendruck, der viele Spargelbauern zum Aufgeben zwingt.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Vissers

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