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Altersbeschränkung für Social Networks zeigt in Australien Erfolg

Group Of Multi-Cultural Children Posing For Selfie With Friends In Countryside Together

In Australien wurde eine Altersbeschränkung für die Nutzung von Social Networks eingeführt. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass diese Maßnahme wirkt.

Von den sozialen Netzwerken im Internet gehen erhebliche und oft unkalkulierbare Gefahren für Kinder und Jugendliche aus. Deshalb hat die Regierung in Australien eine Altersbeschränkung für Social Networks eingeführt. Das Mindestalter für die Einrichtung und Nutzung von Accounts beträgt seither 16 Jahre. Bei der Umsetzung dieser neuen gesetzlichen Regelung ist die australische Regierung auf die Mitwirkung der Betreiber der Netzwerke angewiesen. Diese scheint bestens zu funktionieren, wie neueste Zahlen beweisen.

Mehrere Millionen Nutzkonten wurden bereits gesperrt

Nach den Angaben von eSafety haben mittlerweile rund 4,7 Millionen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in Australien keinen Zugriff mehr auf ihre Konten in den sozialen Netzwerken. Es ist nur ein Anfang, denn es dauert einige Zeit, bis die Plattformbetreiber geeignete Technologien zur Alters- und Herkunftsüberprüfung integrieren können. Dafür bietet eSafety Beratungsleistungen an und geht davon aus, dass in den nächsten Tagen und Wochen weitere Konten von Unter-16-Jährigen gesperrt und entfernt werden. Der Fokus liegt derzeit deshalb auf der Kontrolle der von den Betreibern ergriffenen Maßnahmen und die dadurch erzielten Erfolge. Julie Inman Grant (Chefin von eSafety) gab in einem offiziellen Statement an, dass es sich wahrscheinlich um eine „generationenübergreifende“ Aufgabe handelt, die nicht in einigen Wochen oder Monaten abgeschlossen werden kann.

Wer verbirgt sich hinter eSafety?

Die eSafety Commission (kurz eSafety genannt) ist eine Institution, die im Jahr 2015 von der australischen Regierung ins Leben gerufen wurde. Die Gründung leitete einen Wechsel von der reinen Bekämpfung von Cybermobbing gegen Jugendliche und Kinder hin zu deren präventivem Schutz ein. Als aktuelle Arbeitsgrundlage gilt unter anderem der Online Safety Act 2021, der die zuvor gültigen Bestimmungen des Enhancing Online Safety for Children Act aus dem Jahr 2015 änderte und ergänzte. Die derzeitige Chefin der Institution ist Julie Inman Grant. Sie ist gebürtige Amerikanerin und lebt seit 2000 in Australien. Ihr fachlicher Hintergrund prädestiniert sie für diese Aufgabe, denn sie hat viele Jahre im Bereich Internetsicherheit für Microsoft gearbeitet und war anschließend in einer ähnlichen Funktion bei Adobe tätig.

Quelle: eSafety Commission

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