Seit dem 1. April 2026 müssen die Mineralölgesellschaften und Tankstellenbetreiber in Deutschland mit neuen Regelungen leben. Preiserhöhungen sind nur noch einmalig pro Tag (jeweils um 12:00 Uhr) möglich. Doch von einer spürbaren Entlastung für die Verbraucher, die Verkehrsgesellschaften, Speditionen und anderen Unternehmen mit der Notwendigkeit regelmäßiger Autofahrten kann bisher keine Rede sein. Die
Erdölpreise am Gründonnerstag 2026 an den Börsen kräftig gestiegen
Bei der aktuellen Preisgestaltung der Tankstellenbetreiber werden derzeit die Veränderungen der Handelspreise für Erdöl ohne Verzögerung berücksichtigt. Die Mineralölgesellschaften begründen das damit, dass sie den Nachschub des Rohstoffs zu den jetzigen (tagesaktuellen) Preisen einkaufen müssen. Der Erdölpreis kletterte im Intraday-Handel an der Börse Frankfurt am Gründonnerstag sehr kräftig. Von Handelsbeginn bis Mittag wurde bei der Sorte WTI ein Plus von rund 7,8 Prozent verzeichnet. Zeitgleich wurde die Sorte Brent um knapp 8,2 Prozent teurer. WTI lag pro Barrel bei 107,89 US-Dollar und Brent bei 108,42 US-Dollar. Die Tendenz war zur Mittagszeit am Gründonnerstag weiter steigend, nachdem die Handelspreise für beide Sorten Erdöl am Tag zuvor eine deutliche Reduzierung gesehen hatten. Der Grund dafür sind die neuesten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum seinen weiteren Plänen rund um den Irankrieg.
Benzinpreise und Dieselpreise in Deutschland ungebrochen hoch
Am Gründonnerstag kurz nach 12:00 Uhr lag der Spitzenpreis bei den Tankstellen in Dresden bei 2,27 Euro pro Liter Benzin Super E10. Zeitgleich kostete Benzin Super E5 beim teuersten Anbieter 2,25 Euro pro Liter. Wer Diesel tanken muss, wurde zur gleichen Zeit beim Anbieter mit dem höchsten Preis mit 2,50 Euro pro Liter zur Kasse gebeten. Als günstiger erwies sich München bei Diesel mit bis zu 2,41 Euro pro Liter. Dort lag der Höchstpreis für Benzin Super E10 bei 2,20 Euro und für Benzin Super E5 bei 2,25 Euro. Die Entwicklung an den Rohstoffbörsen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür sorgen, dass die Preise in den nächsten Tagen weiter klettern. Bei längeren Osterreisen innerhalb Deutschlands könnte sich deshalb der Umstieg auf die Eisenbahn wirtschaftlich rechnen.
Quelle: Börse Frankfurt, Tankstellenketten

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