Ein Trend bei den
Haben sich auch andere Faktoren rund um Ehen in Deutschland geändert?
Auch bei der durchschnittlichen Ehedauer zeigte sich bei den neuesten Statistiken ein Plus. Der Querschnitt der Dauer von Ehen lag zuletzt bei 14,7 Jahren. Im Vergleich zum Jahr 1994 bedeutet das um rund 2,7 Jahre erhöhte Ehedauern. Zu den Gründen macht das Statistische Bundesamt keine Angaben, doch allein von der Logik her dürfte sich die durch das höhere Hochzeitsalter erreichte Lebenserfahrung dort als ein Faktor bemerkbar machen. Sowohl das Hochzeitsalter als auch die Dauer der Ehen wirken sich natürlich auch auf das Medianalter bei Scheidungen aus. Männer waren zuletzt bei der Scheidung im Schnitt 47,6 Jahre und Frauen 44,6 Jahre alt. An dieser Stelle gibt es eine weitere gute Nachricht, denn die Statistik weist rund 129.000 geschiedene Ehen für das Jahr 2024 aus. Diese Zahl liegt lediglich um 0,3 Prozent höher als im Jahr 2023, in dem die niedrigste Zahl geschiedener Ehen seit der Wiedervereinigung Deutschlands verzeichnet wurde.
2024 stellte einen Niedrigrekord bei Eheschließungen auf
Eine offizielle Statistik zur Anzahl der Eheschließungen wird in Deutschland seit dem Jahr 1950 geführt. Das Jahr 2024 geht mit einem Niedrigrekord von 349.200 Hochzeiten in die Geschichte ein, denn noch nie wurden seit dem Start der Erfassung weniger Eheschließungen verzeichnet. Für 698.400 Personen war es die erste Hochzeit. Die überwiegende Mehrheit machten mit 97 Prozent Eheschließungen zwischen Personen mit unterschiedlichem Geschlecht aus. Das heißt, nur 3 Prozent der Ehen wurden zwischen Personen gleichen Geschlechts geschlossen. Im Betrachtungszeitraum ist die Anzahl der ledigen Personen in Deutschland signifikant gestiegen. Im Jahr 1994 wurden rund 16 Millionen Ledige gezählt. Im Jahr 2024 lag die Anzahl der Ledigen in Deutschland bei rund 23,1 Millionen Personen.
Quelle: Statistisches Bundesamt

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