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Zahl der Insolvenzen in Deutschland weist steigende Tendenz auf

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Welche Auswirkungen hat die wirtschaftlich angespannte Lage auf die Entwicklung der Zahl der Insolvenzen? Offizielle Statistiken zeigen einen eindeutigen Trend.

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht regelmäßig zu verschiedenen Themen auch vorläufige Zahlen. Das gilt auch für die Entwicklung der Anzahl der Insolvenzen. Die neusten Zahlen stammen vom Dezember 2025 und machen sehr nachdenklich, denn es wurden im Betrachtungsmonat nach den bisherigen Erhebungen rund 15,2 Prozent mehr Insolvenzen im Vergleich zu den Daten von Dezember 2025 angemeldet. Betrachtet werden die Fälle, bei denen von den zuständigen Gerichten bereits eine Entscheidung zur Eröffnung der Insolvenzverfahren gefällt wurde.

Zahl der Insolvenzen steigt mit Schwankungen schon über 4 Jahre hinweg

Ein letzter Tiefpunkt wurde in der zweiten Jahreshälfte 2020 verzeichnet. Der Grund dafür war, dass es im Rahmen der Förderungen während der Coronakrise zeitweise eine Aussetzung der Insolvenzantragspflicht gab. Nach der Wiedereinsetzung dieser Pflicht stieg die Zahl der Insolvenzanträge rapide an. Erst ab der Jahresmitte 2021 präsentierte sich ein sinkender Trend, wobei der Tiefpunkt im Oktober 2021 verzeichnet wurde. Seither zeigt sich eine mit kleineren Schwankungen gekennzeichnete steigende Tendenz. Im späten Frühjahr 2024 wurden erstmals wieder die Höchstwerte aus der Zeit während der Coronakrise erreicht.
Die neuesten (endgültigen) Daten liegen für Oktober 2025 vor. In diesem Monat wurden 2.108 Unternehmensinsolvenzen beantragt. Das waren rund 4,8 Prozent mehr als im Oktober des Vorjahres. Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ist im Betrachtungszeitraum deutlich gestiegen. Im Oktober 2025 wurde im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 7,6 Prozent erzielt, denn es wurden bundesweit 6.709 Verbraucherinsolvenzen angemeldet.

Branchenbetroffenheit und Verbindlichkeiten bei den Insolvenzen

Die offenen Verbindlichkeiten bei allen Unternehmensinsolvenzen im Oktober 2025 erreichten eine Gesamthöhe von rund 2,6 Milliarden Euro. Das ist eine gute Nachricht, denn im Vergleichsmonat des Vorjahres belief sich die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten auf etwa 3,38 Milliarden Euro. Der Grund dafür ist, dass im Vergleichsmonat des Jahres 2024 mehr größere Unternehmen Insolvenzanträge stellen mussten.
Der Schwerpunkt bei der Branchenbetroffenheit lag mit einem Anteil von 12,3 Insolvenzen auf je 10.000 Unternehmen in den Bereichen Verkehr und Lagerwirtschaft. Mi 10,5 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen landete die Gastronomie auf dem zweiten Rang vor dem Baugewerbe, wo 8,5 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen zu Buche schlugen.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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