Nach den Einschätzungen des ifo Instituts soll die deutsche Wirtschaft im Jahr 2026 gerade einmal noch ein Wachstum von 0,8 Prozent, nachdem im Dezember 2025 die Prognosen deutlich nach unten korrigiert werden mussten. Viele Hoffnungen lagen auf den Aussichten zu einem erfolgreichen Abschluss des MERCOSUR-Abkommens. Ratifiziert wurde es am 17. Januar 2026, doch das EU-Parlament fand keine Mehrheit und so muss nun der Europäische Gerichtshof über das Inkrafttreten entscheiden. Doch inmitten all dieser negativen Nachrichten findet sich auch ein Lichtblick. Die Entwicklung der
Wie ist das Volumen der Auftragseingänge in der Bauwirtschaft gestiegen
Die neuesten Zahlen dazu legte das Statistische Bundesamt am 23. Januar 2025 vor. Danach gab es im November 2025 rund 8,5 Prozent mehr Auftragseingänge als im Monat zuvor. Interessant ist dieser Wert vor allem deshalb, weil die Zahl bereits um kalenderbedingte und saisonbedingte Schwankungen bereinigt wurde. Auch der Vergleich zum November 2024 fiel positiv aus, denn es wurde ein Plus von rund 4,1 Prozent verzeichnet. Zu beachten ist dabei, dass vor der Berechnung dieser Daten auch eine Preisbereinigung stattgefunden hat. Das heißt, in beiden Fällen liegt eine tatsächliche Steigerung des Auftragsvolumens vor, die sich nicht allein aus den Erhöhungen der Baupreise im Vergleichszeitraum ableitet. Allerdings fallen deutliche Unterschiede zwischen den Teilbereichen im Bauhauptgewerbe auf. Der Hochbau profitiert von dem Aufwärtstrend deutlich stärker als der Tiefbau.
Auch Umsatzentwicklung in der Baubranche präsentierte sich positiv
Bei den Umsätzen ist zwischen den nominalen und realen Werten zu unterscheiden. Zur Berechnung der realen Werte rechnet das Statistische Bundesamt Effekte heraus, die ausschließlich Preissteigerungen im Vergleichszeitraum geschuldet sind. Nach dieser Form der Bereinigung ergab sich für November 2025 ein Umsatzplus von 4,3 Prozent gegenüber November 2024. Außerdem zeigen sich in der Bauwirtschaft Aspekte, die den Arbeitsmarkt in Deutschland stabilisieren. Während in einigen anderen Branchen umfangreiche Stellenabbauten stattfanden, verzeichnete das Bauhauptgewerbe binnen Jahresfrist eine um 1,3 Prozent gestiegene Zahl der Beschäftigten.
Quelle: Statistisches Bundesamt

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