Börsianer und Börsianerinnen sprechen angesichts der aktuellen
Wie die IEA die Erdölpreise stabilisieren will
Die Internationale Energieagentur (kurz IEA) hatte den G7-Staaten am Dienstag (10. März 2026) empfohlen, einen Teil der strategischen Ölreserven freizugeben. Vom Wirtschaftsministerium der Bundesrepublik Deutschland wurde inzwischen offiziell bestätigt, dass sich die Bundesregierung an die Empfehlung der IEA halten wird. Ähnliche Zusagen gab es auch bereits von den Regierungen in Österreich und Japan. Insgesamt halten die G7-Staaten nationale Ölreserven in einem Umfang von rund 1,2 Milliarden Barrel. Das sind umgerechnet etwa 190,8 Milliarden Liter. Hinzu kommen rund 600 Millionen Barrel (etwa 95,4 Milliarden Liter, die als Notvorräte für die Industrie eingelagert sind. Rund ein Drittel der nationalen Notreserven (rund 400 Millionen Barrel) sollen insgesamt freigegeben werden, um die Erdölpreise in der aktuell sehr angespannten Situation zu stabilisieren. Das Hauptproblem ist und bleibt die Passierbarkeit der Straße von Hormus durch die Tankschiffe, nachdem am Mittwoch (11. März 2026) nach den offiziellen Angaben der britischen UKMTO ein Handelsschiff dort von einer iranischen Rakete getroffen worden sein soll. Inzwischen gibt es aus verschiedenen Quellen Hinweise darauf, dass der Iran dort sogar Seeminen verlegt haben soll.
Wo liegen die Erdölpreise an den Rohstoffbörsen derzeit?
Gegen 12:30 Uhr MEZ verzeichnete die Börse Frankfurt bei der Sorte Brent am 11. März 2026 einen Preis von 90,13 US-Dollar pro Barrel. Für ein Barrel der Sorte WTI wurden zeitgleich 86,04 US-Dollar fällig. Im Vergleich zu den Spitzenwerten der letzten Tage ist das eine positive Entwicklung. Der Höchstpreis der letzten sieben Tage fand sich mit 119,47 US-Dollar pro Barrel bei der Sorte WTI am 9. März 2026. In ähnlicher Höhe lag zeitgleich der Spitzenwert für die Sorte Brent mit 119,50 US-Dollar. Die Mineralölgesellschaften und Tankstellenbetreiber in Deutschland reagierten darauf sofort. Sowohl die Benzinpreise als auch die Dieselpreise übersprangen 2 Euro pro Liter. Diesel wurde zeitweise mit bis zu 2,24 Euro pro Liter gehandelt.
Quelle: Börse Frankfurt, IEA, Bundeswirtschaftsministerium

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