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Erdölpreise erneut dreistellig: Kraftstoffe bleiben weiter teures Gut

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Einige Trends an den Rohstoffbörsen machen Verbraucher und Wirtschaft unruhig. Dazu trägt besonders die Entwicklung der Erdölpreise bei.

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die amerikanischen Sanktionen gelockert werden, die in Bezug auf den Ukrainekrieg gegen Russland verhängt worden waren. Er erlaubte seinen Verbündeten, zumindest das Rohöl zu kaufen, das bereits auf russischen Tankschiffen auf den Ozeanen unterwegs ist. Wer sich davon eine Senkung der Erdölpreise und Kraftstoffpreise erhofft hatte, lag falsch. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Regierungen mehrerer Staaten (darunter auch Deutschland) explizit gegen eine Lockerung der Russlandsanktionen ausgesprochen haben.

Erdölpreise werden vor allem durch blockierte Transportwege angeheizt

Die Kernprobleme sind und bleiben die Verladung und der Transport von Rohöl. Nicht nur die noch immer fehlende (sichere) Passierbarkeit der Straße von Hormus setzt den Tankerreedereien, den Mineralölgesellschaften und dem Weltmarkt zu. Die iranische Regierung lässt alle Nachbarstaaten angreifen, auch wenn sich diese nicht unmittelbar an den von den USA und Israel ausgeführten Angriffen beteiligen. Betroffen sind zum Beispiel die Vereinigten Arabischen Emirate (kurz VAE). Dort wurde der Hafen in Fudschaira attackiert. In der Folge reduzierten sich die Verladekapazitäten. Durch solche Ereignisse befürchten vor allem viele asiatische Abnehmer von Erdöl aus dem Nahen Osten, dass es nicht nur zu hohen Preisen kommt, sondern auch Kapazitätsengpässe drohen könnten. Ein solches Szenario hatte Bundeskanzler Friedrich Merz in einem offiziellen Statement am 13. März 2026 für Deutschland ausgeschlossen. Deutschland bezieht Erdöl mehrheitlich aus Skandinavien und den USA.

Wie hoch waren die Erdölpreise an den Rohstoffbörsen zuletzt?

Zum Handelsschluss am Freitag, 13. März 2026, lag der Preis für ein Barrel der Sorte WTI an der Börse Frankfurt bei 98,71 US-Dollar. Das Barrel der Sorte Brent kostete zeitgleich 103,14 US-Dollar. Um das Ausmaß der Preissteigerungen deutlich zu machen, ist ein Blick auf die Tiefstwerte aus den letzten 52 Wochen hilfreich. Dieses 52-Wochen-Tief fand sich beim nordamerikanischen Öl (WTI) mit 55,27 US-Dollar am 16. Dezember 2025. Der Tiefstpreis der letzten zwölf Monate fand sich am gleichen Tag bei der Sorte Brent mit 58,92 US-Dollar. Im Vergleich zu den aktuellen Kosten waren die Kraftstoffpreise im Dezember 2025 noch deutlich günstiger. Nach den Statistiken des ADAC kostete ein Liter Benzin E10 damals im Schnitt 1,65 Euro und ein Liter Diesel durchschnittlich 1,60 Euro. Die Spitzenwerte des vergangenen Jahres fanden sich im Februar mit 1,75 Euro für einen Liter Super E10 und 1,69 Euro pro Liter Diesel.

Quelle: White House, Börse Frankfurt, ADAC

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